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Comics an der Wand

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Von: Alexandra Flieth

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Die Mädchen und Jungs hatten ihren Spaß. Und mit ihnen Lehrerin Mona Hartfiel (l.) und die Künstlerin Silke Wagner.
Die Mädchen und Jungs hatten ihren Spaß. Und mit ihnen Lehrerin Mona Hartfiel (l.) und die Künstlerin Silke Wagner. © sauda

Kunst-AG der Frauenhofschule gestaltet Durchgang neu. Die individuellen Pop-Art-Sprechblasen spiegeln auch Gefühle wider.

Glashaus“ wird der Durchgang zur Turnhalle im Erdgeschoss der Frauenhofschule genannt, den zur Hofseite hin eine große Fensterfront ziert. Dieser Ort der Grundschule ist nun zu einem Ort der Kunst geworden. Insgesamt zehn Mädchen und Jungen haben mitgemacht bei der Kunst-Arbeitsgemeinschaft (AG), die über das gesamte Schuljahr angesetzt war. Zusammen mit ihrer Kunstlehrerin Mona Hartfiel und Künstlerin Silke Wagner haben sie Sprechblasen im Pop-Art-Stil aus Sperrholz gestaltet. Das Ganze steht unter dem Motto: „Kindern eine Stimme geben“.

Möglich gemacht hat dies das 1822-Schulkünstlerprojekt der Stiftung der Frankfurter Sparkasse und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, an dem die Frauenhofschule sich zum ersten Mal beteiligt hat. Das 1990 erstmals initiierte Projekt ermöglicht die Begegnung zwischen Kunstschaffenden und Schüler.innen und soll einen offenen Umgang mit künstlerischen Themen fördern.

Durch dieses Projekt war auch die Begegnung der Kinder der Kunst-AG an der Frauenhofschule mit Silke Wagner möglich. Bevor sich die Schüler und Schülerinnen an die Umsetzung ihrer Ideen machen konnten, haben sie sich erst einmal mit Comics und ihrer Bildsprache beschäftigt. Comics zu lesen ist für den Nachwuchs heute nicht mehr ganz so selbstverständlich. Das ist im Gespräch herauszuhören. Auf Nachfrage erzählt Jennifer (11), dass sie gerne Mangas lese. Das sind aus Japan stammende Comics, die besonders auch wegen ihrer Verfilmungen sehr beliebt sind.

Spätestens die Pop Art erhob in den 60er-Jahren Comics und ihre Sprechblasen zu einer Kunstform. Sie sind das Mittel, um die Geschichte zu erzählen, die Protagonisten und Protagonistinnen zu Wort kommen zu lassen – und zwar ganz unabhängig davon, woher der Comic stammt. Auch die Schüler:innen der Kunst-AG haben Texte in ihre Sprechblasen-Kunstwerke geschrieben, die Gefühle spiegeln. Wie in einem klassischen Comic üblich überwiegend auf wenige Buchstaben oder Ausdrücke reduziert, beispielsweise „HRRR“, „Wow“ oder „Boom“. Aber auch Sätze wie „Jeder ist schön“ finden sich.

Schulleiterin Brigitte Enzmann erzählt, dass die Kinder sich zusammen mit Silke Wagner und Mona Hartfiel auch Gedanken darüber gemacht haben, wie sie ihre Kunstwerke präsentieren möchten. „Sie haben das Glashaus in einem kleinen Format nachgebaut.“ Mit Sprechblasen, ebenfalls im kleinen Format, sei die Präsentation der Werke dann nachgestellt worden, bevor es schließlich an die reale Umsetzung ging.

„Ihr habt tolle Ideen entwickelt“, lobt Mona Hartfiel die Mädchen und Jungen. Aber auch das Engagement der Schulleitung und der Schulkünstlerin. Silke Wagner freut sich über das Ergebnis und die Präsentation. „Ich finde, es spiegelt das wider, was Schule und auch das Leben ausmacht“, fasst sie es zusammen.

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