1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Niederrad

Abfall vor dem Kinderzentrum

Erstellt:

Von: Thomas Schmidtutz

Kommentare

Der Weg zur Kita führt vorbei an Müllbergen.
Der Weg zur Kita führt vorbei an Müllbergen. © Michael Faust

Der Durchgang zur Einrichtung in der Breubergstraße ist immer wieder mit wildem Sperrmüll zugestellt. Allein in diesem Jahr hat die FES dort acht Kubikmeter Abfall entsorgt.

Fast täglich müssen die Kinder auf dem Weg zum Kinderzentrum 60 in der Breubergstraße an Bergen von Müll vorbei. Es ist Sperrmüll, inzwischen aber auch ganz ordinärer Hausabfall, der auf dem schmalen Durchgangsweg hinein in den Innenhof der Siedlung abgelagert wird. „Eine Anwohnerin sagte mir, sie wartet nur noch, bis die Ratten kommen“, sagt ein Vater, der sein Kind täglich abholt.

Es gibt nur diesen einen Weg zur Kita, weil sie im Innenhof der Häuserreihen liegt. Und just dieser Weg ist immer wieder mit Müll zugestellt. „Es ist schlimm und auch nicht ganz ungefährlich“, sagt der Vater. „Kinder sind neugierig. Die schauen sich das schon mal aus der Nähe an. Unten liegen manchmal Scherben, in die man treten kann.“ Auch pädagogisch sei der Weg kontraproduktiv: „Da hängt ein großes Schild, welches verbietet, Müll abzulagern. Meine Kinder fragen mich dann, warum die Erwachsenen sich nicht daran halten, wenn es doch verboten ist.“

Die Kita-Leitung ist über den Dreck gleichfalls erbost, wollte sich jedoch nicht dazu äußern. Sie hat jedoch die Stabsstelle Sauberes Frankfurt informiert. Diese ist nicht zuständig, weil es sich bei dem Durchgang um einen Privatweg handelt. Der Besitzer des Grundstücks, die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG, sei angeschrieben worden.

ABG-Geschäftsführer Frank Junker ist wütend: „Es ist eine solche Unverschämtheit. Wir haben schon so oft den Müll entsorgen lassen, und einige Tage später liegt wieder was da.“ Im aktuellen Fall war es wie so oft: Die FES ist gekommen und hat den Sperrmüll mitgenommen und festgestellt, dass da noch anderes Zeug dabei liegt, das kein Sperrmüll ist. „Jetzt muss die FES noch einmal kommen“, sagt Junker, „das kostet wieder einige Hundert Euro.“ Er findet es unverständlich, dass Mieter sich so verhalten: „Wir haben überall Tonnen, da muss man nur hingehen und sein Zeug reinwerfen. Und die Sperrmüll-Entsorgung ist in Frankfurt kostenlos.“

Die FES ist in diesem Jahr schon drei Mal vor Ort gewesen, sagt Sprecher Michael Werner. Insgesamt acht Kubikmeter Sperrmüll seien so zusammengekommen. Dennoch sei die Stelle nicht besonders schlimm: „Es gibt Orte in Frankfurt, da werden wir öfter hin gerufen.“

Das Ordnungsamt, das ebenfalls nicht zuständig ist, empfiehlt der ABG, Anzeige zu erstatten, so Sprecher Michael Jenisch. Dass dabei etwas herauskommt, daran hat Junker Zweifel. „Wir hatten mal an einer anderen Stelle eine Detektei beschäftigt, die hat auch jemanden gesehen und das Autokennzeichen festgestellt. Da hieß es nachher, man könne den Fahrer nicht mehr feststellen.“

Auch interessant

Kommentare