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Zwei Container für Grzimek-Schule in Nieder-Eschbach

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Bildungsdezernentin Sylvia Weber schlägt zudem eine zweite Grundschule am Ben-Gurion-Ring vor.

Für die Michael-Grzimek-Schule zeichnet sich eine Lösung ab. Die Schule ist überlaufen, es fehlen Räume. Ursprünglich dreizügig, muss sie schon lange vier und seit Beginn dieses Schuljahres fünf Klassen pro Jahrgang beherbergen. Jetzt könnten zwei Container aufs Dach der Grundschule gesetzt werden. Diese Lösung stellte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) im Ortsbeirat 15 vor. Doch dafür muss das Dach vermutlich verstärkt werden. Und das dauert. „Aber die Räume fehlen jetzt“, klagten Eltern.

Spontan kam der Bildungsdezernentin noch eine andere Idee: „Wir haben zwei Gebäude im Ben-Gurion-Ring angemietet“, sagte sie. Ursprünglich waren diese Gebäude vorgesehen für das Gymnasium Nord, das sich derzeit noch in Westhausen befindet und einmal an die Steinerne Straße ziehen soll. „Wir könnten ja prüfen“, schlug Weber vor, „ob in das kleinere der beiden Gebäude eine zweite Grundschule eingerichtet werden kann.“ Dies sei besser, als die Michael-Grzimek-Grundschule irgendwann in der Zukunft mit weiteren Containern aufzustocken. Denn ein großer Mangel in Nieder-Eschbach ist auch die Betreuung von Schulkindern nach dem Unterricht, und ein Grund für diesen Mangel sind eben auch fehlende Räume.

Die entspanntere Situation an der Grundschule nach Einrichtung einer zweiten könnte hier Entlastung bringen, so die Hoffnung der Bildungsdezernentin, die drei Stunden lang Fragen beantwortet. „Ich habe selten so viele Fragen und Anregungen bekommen“, sagte sie später. Im Gremium hatte sie offen eingestanden: „Ich war selbst erschrocken, als ich in der Vorbereitung gesehen habe, wie wenig sich bewegt hat in den vergangenen Jahren.“

Etwa beim Gymnasium Nord. Denn die Stadt ist noch immer nicht im Besitz der verplanten Grundstücke. Diese gehören der Nassauischen Heimstätte. „Wir haben einen Grundstückstausch vereinbart, aber bislang war die NH nicht mit unseren Angeboten einverstanden“, so Weber. Die Stadt wolle jetzt nachlegen. Eines indes sei klar: „Das Grundstück ist zu klein, um dort auch noch ein Schulschwimmbad unterzubringen.“ Aktuell werde geprüft, dies in der Talstraße in Kalbach zu realisieren, wo ein neuer Standort für die Johanna-Tesch-Schule entstehen soll.

Ein weiteres Thema war die Betreuung. Bei den Kleinkindern habe Nieder-Eschbach eine Quote von 58 Prozent, viel besser als im Durchschnitt der Stadt (40 Prozent). Bei den Kindergarten-Kindern liegt die Quote sogar bei 80 Prozent. Am schwierigsten ist die Situation bei der erweiterten schulischen Betreuung. „Da gibt es 270 Plätze für 440 Grundschüler, es reicht nicht aus“, gestand Weber. Auch fehlten Räume. Eltern warfen ein, dass in der Kita der Sankt-Stefans-Gemeinde zwei Gruppen gar nicht eröffnet worden seien. Diese Räume könnten übergangsweise genutzt werden. Sylvia Weber versprach, diese Möglichkeit zu prüfen.

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