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Viel Licht für die Kinder

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Von: Sabine Schramek

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Der Erweiterungsbau vorne rechts soll viel Licht und Platz für Grün bieten.
Der Erweiterungsbau vorne rechts soll viel Licht und Platz für Grün bieten. © KUBUS360 GmbH

Nieder-Eschbach Entwurf für Erweiterungsbau der Otto-Hahn-Schule

Die Otto-Hahn-Schule ist zu klein. Zurzeit besuchen 1437 Schüler die kooperative Gesamtschule. In den nächsten Jahren werden es 1600 Schüler sein, die die Haupt- und Real- sowie das Gymnasium besuchen werden. Deshalb haben das Amt für Bau und Immobilien (ABI) und das Stadtschulamt einen Wettbewerb für den Erweiterungsbau ausgeschrieben und die drei besten Ergebnisse am Freitag vorgestellt. „Die Auflagen waren hoch“, so ABI-Leiterin Sigrid Eichler.

Den besten der drei Entwürfe hatte laut Jury das Stuttgarter Architekturbüro MGF, das bereits seit 20 Jahren Kitas und Schulen baut. Die Riedberg-Grundschule 2, die Kita der Praunheimer Spatzen und die Kita Waldau stammen aus der Feder des Büros. „Entwürfe zu machen, macht Spaß. Am Ende will ich das Haus natürlich auch bauen“, sagte Prof. Jan Kliebe, der mit einem Teil seines Teams angereist war.

Nachhaltigkeit in jeder Form ist ihm besonders wichtig. „Für viele ist Schule wie eine zweite Heimat.“ Darum hat sein Büro die Unterrichtscluster so geplant, dass sie völlig integrativ sind. „Die verschiedenen Stufen sollen nicht voneinander getrennt werden, damit die Gemeinsamkeit der integrativen Schule automatisch gefördert wird.“

Als Baumaterial hat er Holz gewählt. „Einen nachhaltigen Baustoff, den wir gerne möglichst unbehandelt einsetzen. Ob Lärche, Douglasie oder Weißtanne – sie alle ergrauen, aber müssen nicht nachlackiert werden“, erklärt Kliebe. Das Holz hat die Jury zwar überzeugt, aber „es gab auch Kritikpunkte“, so Eichler. „Die Schule wünscht sich auch Beton, damit es besser zum Bestand passt“, führt sie aus. Sie kann sich einen Betonsockel aus recyceltem Beton vorstellen.

Besonders gut kam das Tageslicht an, das in das dreistöckige Gebäude und in den lockeren Übergang zwischen Mensa, Pausenhof und Aula auf rund 850 Quadratmetern fallen soll. „Es ist so gedacht, dass sich nicht nur die Schüler und Lehrer hier wohlfühlen, sondern dass die Bereiche auch für Drittnutzer für Veranstaltungen genutzt werden können, ohne durch die ganze Schule zu laufen“, erklärt Kliebe.

Auch die Eingangssituation zur Urseler Straße wurde berücksichtigt: Es soll mehrere Möglichkeiten geben, das Gebäude zu betreten. Auch ausreichend Platz für Grün und ein grünes Klassenzimmer sind in der Planung integriert.

Nun folgt das Vergabeverordnungsverfahren, bei dem die Architekten der drei Vorschläge dabei sein können. Der Neubau war mit 19 Millionen Euro veranschlagt worden. „Das wird bei den Kostenexplosionen wohl nicht zu halten sein“, glaubt Eichler. Die Bagger könnten in zwei bis drei Jahren rollen.

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