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Protest gegen Gewerbegebiet

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Eine Bürgerinitiative in Nieder-Eschbach will das Gewerbegebiet in ihrem Stadtteil verhindern. Sie warnt vor einem unnötigen Eingriff in den Grüngürtel.

Die Bürgerinitiative „Nieder-Eschbach wehrt sich“ erhöht den Druck auf die Stadtverordneten. Mehrere Mitglieder der Gruppe, die gegen ein Gewerbegebiet in dem nördlichen Stadtteil kämpft, kamen am Dienstagabend in den Haupt- und Finanzausschuss. „Uns wird auch kein Wahlergebnis beseitigen“, so eine Sprecherin der Gruppe.

Sämtliche Mitglieder warnten vor Eingriffen in den Grüngürtel, die mit einer Bebauung verbunden wären. Für ein Gewerbegebiet an der Züricher Straße gäbe es keinen Grund, sagte eine Nieder-Eschbacherin. In Nachbargemeinden wie Ober-Eschbach gebe es noch freie Flächen.

Bürgermeister Uwe Becker (CDU) erwiderte, dass derzeit nur Vorprüfungen liefen: „Es geht nicht um die Frage, wie gebaut wird, sondern erst einmal darum, ob gebaut werden soll.“ Die FDP-Fraktionsvorsitzende Annette Rinn ergänzte: „Nicht alles, was geprüft wird, kommt auch.“ Die Bürgerinitiative beruhigten Rinn und Becker damit nicht. „Wehret den Anfängen“, rief ein Sprecher.

Der Stadtverordnete Uwe Paulsen (Grüne) sprach von einem „klassischen Zielkonflikt“. Er habe Verständnis für die Sorgen der Menschen in Nieder-Eschbach. Doch in Frankfurt fehlten Gewerbeflächen. Michael Müller (Linke) prophezeite, bis zur Kommunalwahl im März werde keine Entscheidung über das Gewerbegebiet fallen. Fest steht: Bei ihrer Plenarsitzung am Donnerstag werden die Stadtverordneten dazu keinen Beschluss fassen. Aus aktuellem Anlass wollen sie sich kurz fassen und fast ausschließlich über die Corona-Pandemie diskutieren.

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