1. Startseite
  2. Frankfurt
  3. Nieder-Eschbach

Ortsbeirat fordert weiter Schulschwimmbad für den Frankfurter Norden

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Ein Schulschwimmbad fehlt im Frankfurter Norden.
Ein Schulschwimmbad fehlt im Frankfurter Norden. © peter-juelich.com

Der Nieder-Eschbacher Ortsbeirat fordert seit Jahren ein Schulschwimmbad für den Frankfurter Norden. Der Magistrat der Stadt Frankfurt sieht dafür aber keine Möglichkeit. Von Thomas J. Schmidt.

Der Ortsbeirat 15 (Nieder-Eschbach) fordert seit Jahren ein Schulschwimmbad im geplanten Gymnasium Nord. Der Magistrat hat dieses Anliegen jüngst abschlägig beschieden, kündigte jedoch an, er wolle weitere Standorte als Möglichkeiten für Schulschwimmbäder prüfen, um zusätzliche Kapazitäten für Schwimmunterricht in Frankfurt und auch im Frankfurter Norden zu ermöglichen.

Für das nördliche Stadtteilparlament war in seiner jüngsten Sitzung am Freitag klar: Zustimmen können wir nicht. Fast ohne Diskussion, aber einstimmig, wies der Ortsbeirat diesen Magistratsbericht zurück. Nieder-Eschbach bleibt bei seiner Forderung einem Schulschwimmbad im Norden.

„Das wäre doch jetzt die Gelegenheit, ein Bad einzuplanen. Ich bin fassungslos, dass es nicht geschieht“, sagte Ortsvorsteher Ernst Peter Müller am Rande der Sitzung. „Wir haben die Otto-Hahn-Schule, die aus allen Nähten platzt und eine neue Turnhalle benötigt, wir haben die Grundschule, die demnächst wohl Container bekommt, wir haben eine weitere enge Grundschule im Einzugsgebiet.“

Viele Kinder könnten nicht schwimmen. Es sei für Familien mit Migrationshintergrund nicht so selbstverständlich: „Da gibt es Kurse, dass die Frauen Fahrrad fahren lernen, und es muss auch Schwimmkurse für Kinder geben.“ Am ehesten seien diese zu erreichen, wenn man direkt im Schulunterricht Angebote hat.

Die Schüler:innen in Nieder-Eschbach können – und das ist ein großer Vorteil – im Sommer ins Nieder-Eschbacher Freibad gehen. Aber: „Der Bedarf ist so groß, dass wir auch im Winterhalbjahr ein Angebot machen müssen“, so Müller. „Diese Gelegenheit wäre doch jetzt da, wenn ohnehin eine neue Schule gebaut werden muss.“

Auf dem Baufeld in Bonames-Ost ist Platz genug da, anders als etwa an der Otto-Hahn-Schule. Das Gymnasium Nord erhält zudem eine Grundschule und einen Kindergarten, und mit einem Schwimmbad läge es im Einzugsgebiet von zwei weiteren Grundschulen und einer Gesamtschule. Müller kündigte an, Schuldezernentin Sylvia Weber (SPD) noch einmal wegen dieses Themas anzusprechen. Ein entsprechender Antrag der CDU, die Dezernentin in den Ortsbeirat einzuladen, wurde einstimmig verabschiedet.

Die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung hatte im Herbst vergangenen Jahres den Antrag auf ein Schulschwimmbad am Gymnasium Nord gestellt, auf den der Magistrat jetzt geantwortet hat. „Der Magistrat wird gebeten, bei den Planungen für das Gymnasium Nord in Nieder-Eschbach ein zusätzliches Lehrschwimmbecken zu berücksichtigen“, heißt es in dem Antrag. Das Becken „sollte so konzipiert werden, dass es als Schwimmbad auch außerhalb der Schulzeiten und in den Abendstunden sowie an den Wochenenden von Vereinen genutzt werden kann.“

Bei steigenden Schülerzahlen im Frankfurter Norden muss auch die Versorgung mit Schulschwimmbädern berücksichtigt werden, argumentierte die Fraktion. Das Lehrschwimmbecken soll mit einer 25-Meter-Bahn ausgestattet sein, um sowohl für Schulschwimmen, allgemeinen Schwimmsport als auch für Wettkämpfe zur Verfügung zu stehen.

Die CDU begründete ihren Antrag damals damit, dass der Norden mit Schwimmstätten unterversorgt sei, seit das Bad in der Ernst-Reuter-Schule geschlossen ist.

Auch interessant

Kommentare