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Auch Michael von Hintzenstern hat seine eigenen Ideen eingebracht.
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Auch Michael von Hintzenstern hat seine eigenen Ideen eingebracht.

Nieder-Eschbach

Nieder-Eschbach: Zwischen Bolzplatz und Baumhaus

  • VonSabine Schramek
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Nachbarn bringen ihre Ideen für die Grünanlage am Ben-Gurion-Ring ein, ein Architekt und eine Architektin werten die Vorschläge nun aus.

Seit 2017 sammelt die Stadt Ideen für die Erneuerung der Siedlung am Ben-Gurion-Ring. Dazu gehören auch die Wiesen, Spielplätze und anderen Freiflächen. Bei einem ersten Austausch mit einem Architekten und einer Architektin konnten die Nachbarn jetzt festhalten, was sie sich am meisten wünschen und was sie so belassen wollen, wie es ist.

Zwei weiße Pavillons mitten auf der großen Wiese an der Kirchengemeinde St. Lioba sind zu Corona-Zeiten ein seltenes Bild. Flatterbänder an den Ständen und blaue Linien im Gras zeigen den gewünschten Abstand auf. Dort stehen Nachbarn, die darauf warten, mitmachen zu können, bei der neuen Planung für die Grünflächen der Ben-Gurion-Siedlung. Die Berliner Landschaftsarchitektin Christiane Schwarz und ihr Frankfurter Kollege Sebastian Koch wollen erfahren, was sich die Menschen wünschen, die hier wohnen. „Ich hätte gern, dass auf dem Spielplatz auch Geräte für größere Kinder wie uns sind“, rufen Ela (10) und Tim (11) und füllen Zettel mit ihrem Wunsch aus.

Schwarz und Koch lauschen geduldig. Auch Juliane Liebzeit vom Stadtplanungsamt hört zu. „Wenn wir Spielplätze, Innenhöfe, Sport- und Forstflächen erneuern, ist es wichtig, dass Bewohner und Institutionen, die hier zu Hause sind, ebenfalls gefragt werden“, sagt sie. Ein älterer Herr zeichnet mit rotem Edding seine Lieblingsspazierwege auf einen großen Plan ein. „Ein Trimm-Dich-Pfad für Senioren wäre gut und mehr Bänke im Baumschatten zum Ausruhen“, sagt er.

Zweiter Termin

Am kommenden Freitag, 7. Mai, stehen die Zelte von 15 bis 18 Uhr auf der Wiese in der Nähe der Bushaltestelle „Ben-Gurion-Ring Süd“.

Quartiersmanager Marcus Schenk kennt die Bewohner und Bewohnerinnen. „Die Kinder möchten mehr Spielplätze, Jugendliche Bolz- und Basketballplätze und Orte, an denen sie zusammen chillen können. Fläche gibt es genug. Nur die passenden Angebote fehlen. Das gilt auch für ältere Bewohner. Sie wollen gemütlich auf den See blicken und Ruhe genießen oder mit ihren Enkeln spielen, ohne auf der Wiese zu stehen.“ Ein Kinderbücherschrank ist bereits in Planung.

Die Wünsche werden nun vier Wochen lang ausgewertet, um danach ein Grobkonzept zu erarbeiten. „Es kann wahrscheinlich nicht alles komplett erfüllt werden, aber wir sehen genau, wo die meisten Bedürfnisse sind und versuchen, so viel wie möglich zu berücksichtigen“, so Schwarz. Ende Juni soll das Grobkonzept der Stadt, dann den Bewohnern vorgestellt werden.

Die meisten an diesem Nachmittag finden es gut, dass die Siedlung autofreie Zone ist, es viel Grün und alte Bäume gibt. Auch die Bienenwiese ist ebenso beliebt wie der Bügelsee. Eine Skaterampe fehlt den Kids ebenso wie Erwachsenen Fitnessgeräten. Eltern wünschen sich einen kleinen Wasserlauf, in dem die Kleinen planschen können. Die möchten einen Fußballplatz für Kinder bis zehn Jahren mit kleinen Toren.

„Ich finde es hier schön, wie es ist“, sagt Cem (12). Erst als Schenk ihn fragt, ob er nicht doch noch Wünsche hat, denkt Cem kurz nach. „Ein Baumhaus wäre schon was“, meint er grinsend. „Im Winter kann man da Vögel füttern und wir können im Sommer da spielen.“ Koch stellt fest, dass die Wünsche in ganz Frankfurt sehr ähnlich sind. „Überall sehnen sich die Leute nach viel Grün, den Schatten alter Bäume, Sitzgelegenheiten, Bolzplätze und Wasser. Ein Wunsch hat mich wirklich überrascht: Eine Frau möchte, dass Folien und Schnüre aus den Bäumen geholt werden, die wohl vom Wind von Baustellen nebenan hergeweht wurden.“

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