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Ortsvorsteher Ernst Peter Müller und Baudezernent Jan Schneider vor dem Rathaus. Leonhard Hamerski

Nieder-Eschbach

Nieder-Eschbach: Neue Pläne fürs alte Rathaus

  • vonKatja Sturm
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Der Ortsbeirat soll über die Art der Sanierung des Bürgeramts entscheiden

Bei der Stadt Frankfurt wurden die Pläne für den Umbau des alten Rathauses in Nieder-Eschbach noch einmal überdacht. Die jetzt favorisierte Version eines erweiterten und zumindest teilweise barrierefreien Bürgeramtes in dem Gebäude stellte Baudezernent Jan Schneider (CDU) am Freitag in der Sitzung des Ortsbeirates 15 in der Ahmadiyya-Muslim-Jamaat-Gemeinde vor. Demnach soll die Vorderansicht des Objektes an der Deuil-La-Barre-Straße aufgewertet werden, indem man den aktuell seitlich gelegenen Eingang dorthin verlegt. Einige Stufen und für Rollstuhlfahrer, Rollator-Nutzer oder Eltern mit Kinderwagen ein kleiner Lift sollen hinaufführen. Der Wartebereich bliebe, wo er ist. Im hinteren Gebäudeteil könnte man einen Anbau integrieren und ein Teamleiter-Büro für separate Gespräche einrichten.

Die Toiletten wären barrierefrei, die obere Etage, in der die Ehrenbeamten ihren Sitz haben, wären es dagegen nicht. Sie könnten bei Bedarf allerdings außerhalb der Bürozeiten am Nachmittag den Warteraum im Erdgeschoss für Besprechungen nutzen. Eine Gegensprechanlage, so eine Idee aus dem Plenum, könnte die beiden Stockwerke miteinander verbinden.

Ein alternativer Vorschlag sieht einen Außenlift an der Fassade vor, mit dem auch das Obergeschoss erreichbar wäre. Allerdings, so Schneider, „ändert dies das Erscheinungsbild“ und würde bei einem „geringen Mehrwert“ den sowieso schon engen Platz im Inneren einschränken. Ein Vollausbau des Dachgeschosses sei aus Brandschutzgründen nicht möglich.

Verbunden wäre mit dem Umbau eine Modernisierung der EDV und IT für mehr als 100 000 Euro, um die Zweigstelle zukunftsfähig zu machen. Ein Selbstbedienungsterminal zum Erstellen von Passbildern und Erfassen von Fingerabdrücken soll dazugehören. „Das wäre der gleiche Standard wie auf der Zeil“, betonte Schneider. Die Kosten für das Projekt würden dann auf etwa eine halbe Million Euro steigen.

Dem Ortsbeirat obliegt es, welche Variante er für die Sanierung vorzieht. Baubeginn könnte im ersten Quartal 2021 sein. Ein halbes Jahr sollen die Arbeiten dauern. Eine Diskussion gab es um den Bücherschrank auf dem Vorplatz, der eventuell verlegt werden müsste, die Verschönerung des Areals insgesamt und darüber, ob für zusätzliche Fahrradbügel ein Parkplatz weichen soll.

Auch zum aktuellen Stand der Planungen die Erweiterung der Otto-Hahn-Schule am Urseler Weg betreffend gaben Schneider und seine Mitarbeiter Auskunft. So wurde etwa in der vergangenen Woche mit der Anlieferung der Container begonnen, die ungefähr fünf Jahre lang als Ausweichquartier dienen sollen. Teilweise hat die Stadt diese gekauft, um sie auch darüber hinaus nutzen zu können.

Die Sanierung und Modernisierung des in den 1960er Jahren entstandenen Bauteils B soll vom ersten Quartal 2021 bis zum dritten Quartal 2022 dauern und 11,5 Millionen Euro kosten. Die Mensa soll um 50 zusätzliche Sitzplätze erweitert werden. Die Bauteile A und E sollen abgebrochen und neu hochgezogen werden. Die Mittel dafür müsse man für das Jahr 2023 im Haushalt einstellen.

Ein „Problemfeld“ ist noch der Neubau der Dreifelderhalle. Schneider schlug vor, erst nach der 1250-Jahr-Feier des Stadtteils im Jahr 2022 zu beginnen. Schulleiterin Birgit Haake wies darauf hin, dass man beim derzeitigen Zustand der Sportstätte den Betrieb schwer aufrechterhalten könne. Schneider versicherte, man werde die Verkehrssicherheit der Turnhalle sicherstellen, auch wenn das zusätzliche Kosten verursachen sollte.

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