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Sascha zeigt, was er im Jugendhaus am Bügel gelernt hat. Zum Beispiel die Wände hoch laufen.
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Sascha zeigt, was er im Jugendhaus am Bügel gelernt hat. Zum Beispiel die Wände hoch laufen.

Nieder-Eschbach

Nieder-Eschbach: Jugend gestaltet Freizeitfläche

Jahrelang lag die Fläche neben dem Jugendhaus Bügel am Ben-Gurion-Ring brach. Jetzt werden Jugendliche das Gelände für Ballspiele, Klettern und Fitness umgestalten.

Noch vor ein paar Jahren bin ich mit meiner Vespa hier Richtung Autobahn vorbeigefahren und habe die Fläche für eine Art wildes Biotop gehalten“, sagt Jochen Haseleu am Montag vor dem Jugendhaus am Bügel am Ben-Gurion-Ring 35. Der BFF-Politiker und stellvertretende Ortsvorsteher des Ortsbeirats 15 (Nieder-Eschbach) redet über das verwilderte Gelände direkt neben Jugendhaus, dessen Wände große Graffiti zeigen. Die freie Fläche wird kaum genutzt, sie soll seit Jahren saniert werden. Nun wurde mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) symbolisch der erste Spatenstich für die Umgestaltung des Areals gesetzt.

„Diese Baustelle ist weder besonders tief noch besonders groß – dennoch ist sie etwas ganz Besonderes“, findet Feldmann. „Es geht um Perspektiven für Kinder und Jugendliche in diesem Stadtteil, um einen Anlaufpunkt, einen Anker im Viertel.“ Feldmann weiß, wovon er spricht, da er ebendieses besonders gut kennt. Er ist nicht nur in Bonames aufgewachsen, er war auch von 1990 bis 1996 Leiter des Jugendhauses am Bügel.

In den vergangenen Jahrzehnten seien zwar viele neue Spielplätze in Frankfurt entstanden, so Haseleu, es fehle aber an Versammlungsorten für Jugendliche. In Nieder-Eschbach werde nun endlich etwas getan. Die Umgestaltung läuft über das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ des Stadtplanungsamts, das von Bund und Land finanziert wird. Insgesamt sind für den Bau 965 000 Euro eingeplant. „Fast eine Million klingt viel. Aber ich sage Ihnen: Es ist gut angelegtes Geld“, sagt Feldmann.

„Durch das Projekt lässt sich wunderbar Demokratie erklären“, sagt Jugendhausleiterin Svenja Klemen. Die Jugendlichen waren an der Gestaltung aktiv beteiligt. „Am Anfang haben wir einfach gesagt, es gibt kein Unmöglich. So waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt.“

Letztendlich mussten sich die Jugendlichen aber entscheiden. Nicht alle Ideen haben es geschafft. Dafür ist für jeden und jede etwas dabei. Zum Beispiel ein multifunktionales Ballspielfeld. Um festzulegen, welchen Boden sie für das Feld bevorzugen, ist die Fußballgruppe des Jugendhauses sogar extra ins Ostend zum Hafenpark gefahren. Geplant sind auch eine Boulderwand, eine Kraftsportanlage und ein abgegrenzter Bereich für den Mädchentreff. Für jede Idee gibt es eine Gruppe, die sich darum kümmert. Über mehrere Jahre haben sich rund 15 Jugendliche immer wieder Gedanken zu der freien Fläche gemacht. „Durch das Projekt haben sie gelernt, eigenverantwortlich und selbständig zu planen“, so Klemen. Neben ihr arbeiten noch vier weitere Personen im Jugendhaus und betreuen von Montag bis Freitag die 145 Jugendlichen, die regelmäßig ihren Nachmittag dort verbringen.

Sascha und Robert haben früher ihre Parcours am Jugendhaus geübt. Heute zeigen sie, was sie über die Jahre gelernt haben und erklären wie wichtig der Raum am Ben-Gurion-Ring für sie damals war. Geschickt springen sie über Geländer, klettern mühelos eine drei Meter hohe Wand hoch, machen Rückwärtssaltos aus dem Stand. Im Frühjahr 2022 wird es dafür noch mehr Platz geben. (KIKI BRUDER)

Das Gelände neben dem Jugendhaus im Ben-Gurion-Ring 35–37 wird jetzt zu einer Spiel- und Freizeitfläche umgestaltet.

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