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Der Eschbach in Nieder-Eschbach läuft bei Starkregen immer wieder voll.
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Der Eschbach in Nieder-Eschbach läuft bei Starkregen immer wieder voll.

Nieder-Eschbach

Nieder-Eschbach: Angst vor Hochwasser

FDP und Grüne im Ortsbeirat 15 möchten gerne wissen, wie die Nieder-Eschbacher im Katastrophenfall alamiert werden. Zudem sorgen sie sich um die Keller in den Gebäuden entlang des Eschbachs, der bei Starkregen immer wieder Hochwasser hat.

Nach Jahren der Trockenheit sind in diesem Sommer Jahrhundertregen herabgeprasselt, haben vor sechs Wochen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen für Jahrtausendüberschwemmungen gesorgt. Seitdem ist die Angst vor dem Hochwasser zurück. Auch in der nächsten Sitzung des Ortsbeirats 15 (Nieder-Eschbach) am Freitag sind zwei Anträge dem Thema gewidmet.

Die eine der beiden Vorlagen stammt von der FDP. Die Abgeordnete Renate Sterzel will wissen, wie die Nieder-Eschbacher im Ernstfall gewarnt werden. Der Magistrat solle mitteilen, wie die Bevölkerung im Katastrophenfall alarmiert werde, welche Apps aktiviert würden, wie eine möglichst flächendeckende frühzeitige Warnung erfolgen könne. Außerdem interessiert sie, an welchen Stellen Wasserstände gemessen würden und wie die Anlieger:innen sich informieren könnten.

Die Feuerwehr Frankfurt sieht nach dem Hochwasser an der Ahr ihre Auffassung bestätigt, dass Sirenen „ein unverzichtbarer Teil der Warninfrastruktur“ sind, wie die Branddirektion mitteilte. Doch gibt es Sirenen derzeit nur in Höchst und in Fechenheim, an den Chemiestandorten Industriepark und Allessa. Überall sonst sind die Bürger:innen auf Warn-Apps und Rundfunkdurchsagen angewiesen, oder eben auf Medien wie Twitter. Nichts davon weckt einen, wenn das Wasser wie in Rheinland-Pfalz nachts kommt.

Brücke sitzt zu tief

Hubert Richter, Wehrführer in Nieder-Eschbach, sieht es anders: „Die Anlieger kennen die Gefahren und wissen Bescheid“, ist er überzeugt. Und bei einem Jahrhundertereignis wie im Ahrtal helfe auch keine Warnung: „Die Leute glauben es nicht, weil sie sagen, wir kennen die Situation des Hochwassers und haben unsere Wohnungen noch nie verlassen.“ Sirenen würden das nicht ändern.

Der zweite Antrag zum Thema Hochwasser kommt von den Grünen. Sie sehen im Lauf des Eschbachs ein Hindernis: Die kleine Fußgängerbrücke an den Sportanlagen. Sabine Klopp, Fraktionsvorsitzende der Grünen, sieht dort einen ständigen Gefahrenpunkt. Die Brücke sitze zu tief. Bei ihrem Bau habe schon seinerzeit der Ortsvorsteher Holger Dyhr interveniert – der auch als Feuerwehrfreiwilliger mit dem Thema Hochwasser vertraut war – aber vergeblich: Die Stadt habe gebaut. Seitdem stehe bei jedem Starkregen das Gebiet des Sportplatzes unter Wasser, so die Fraktionsvorsitzende.

Bei hohem Wasserpegel sei zu beobachten, dass sich das Wasser vor der Brücke staue, weil Äste, Laub, Unrat an der Brücke hängenblieben. Dadurch trete das Wasser schneller aus dem Bachbett und überflute die anliegenden Flächen. Die Grünen befürchten nun, dass bei anhaltendem Starkregen auch die Keller der anliegenden Gebäude geflutet, das Erdreich aufgeweicht und Grund weggespült werden könnte.

Michaela Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung, bestätigt, „dass in seltenen Fällen bei starken Regenfällen die Brücke von Wasser überschwemmt wurde, da es sich in dem Areal entsprechend ansammelt“. Eine größere oder höher gelegene Brücke hätte jedoch mit Blick auf die örtlichen Gegebenheiten keinen Sinn ergeben. „Ob nun bei häufiger auftretenden Starkregenereignissen weitere Maßnahmen erforderlich sind, werden wir in Abstimmung mit der Stadtentwässerung klären.“

Der Ortsbeirat 15 tagt am Freitag, 3. September, um 19.30 Uhr, im Saalbau Zentrum am Bügel, Ben-Gurion-Ring 110A. Es herrscht Maskenpflicht.

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