Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nieder-Eschbach

Mehrheit im Ortsbeirat lehnt neues Gewerbegebiet weiter ab

Dass im Römer über das geplante Quartier am Ikea-Markt im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach erst nach der Kommunalwahl entschieden wird, reicht vielen im zuständigen Ortsbeirat nicht aus. Sie möchten, dass es ganz gestrichen wird.

Dass der Koalitionsausschuss im Römer die Prüfung umstrittenen des Gewerbegebiets an der Züricher Straße auf die Zeit nach der Kommunalwahl verlegt hat, ist für viele Politiker und Politikerinnen im Nieder-Eschbacher Ortsbeirat 15 keine wirkliche Erleichterung. „Die wollen nur Zeit gewinnen“, ist Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU) überzeugt. Auch die CDU-Fraktionsvorsitzende Tanja Raab-Rhein ist nicht glücklich mit der Entscheidung: „Wir können erst zufrieden sein, wenn das Gewerbegebiet ganz weg ist“, sagte sie am Freitag vor der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates.

Wie berichtet, soll die Koalition zwar noch im Februar über das Gewerbeflächenentwicklungsprogramm entscheiden, bei dem das Gewerbegebiet in Nieder-Eschbach nördlich des Ikea-Marktes enthalten ist. Über die Zukunft des Areal soll jedoch erst nach der Kommunalwahl am 14. März diskutiert werden. Zudem sind sich die Koalitionsparteien einig, dass zuerst alle Leerstände beseitigt werden sollen. Wenn überhaupt, kommt das Gewerbegebiet am Ikea nur in einer sehr kleinen Version zum Tragen. Demnach soll keinesfalls ein Einkaufszentrum dort hinkommen – wegen des Verkehrs. Auch soll es keine mehrstöckige Rechenzentren geben, wegen der Taunuswindes.

Neues Konzept gefordert

„Begeistert sind wir trotzdem nicht“, sagte Sabine Klopp von den Grünen. „Unsere Forderungen sind immer noch nicht erfüllt. Das ist alles zu weich und unverbindlich formuliert.“

Im Gegensatz dazu sagte SPD-Fraktionschefin Karin Schäfer: „Das ist eine Lösung, mit der wir leben können. Wenn das Gewerbegebiet geprüft wird, können wir bei der Ausgestaltung mitsprechen.“

Hingegen sieht Jochen Haseleu (BFF) die Gefahr noch nicht gebannt. „Wir brauchen dort gar kein Gewerbegebiet, wir wollen die Felder erhalten.“ Warum werde die ehemalige Siemensstadt südlich der Rödelheimer Landstraße jetzt zum Wohngebiet Schönhof-Viertel, statt dort ein neues Gewerbegebiet zu errichten?

Stefan von Wangenheim, der einzige Vertreter der FDP im Ortsbeirat 15, gibt ein klares Statement: „Wir brauchen neue Gewerbegebiet, aber nicht da.“ Auch Rainer Drephal, Einzelkämpfer der Freien Wähler im Nieder-Eschbacher Ortsbeirat, ist eindeutig: „Ich lehne jedes Gewerbegebiet ab.“

Ortsvorsteher Müller richtet seine Hoffnung auf eine neue Koalition im Römer: „Wir brauchen ein ganz neues Konzept. Dabei muss Nieder-Eschbach klar gestrichen werden.“ Schließlich drohten rund um den Ort schon jetzt eine Reihe von Baugebieten, und die Verkehrsproblematik sei überhaupt nicht geklärt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare