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Frankfurt: Aufzüge in Hochhaus immer noch nicht repariert - Deutsche Wohnen reagiert

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Von: Fabian Böker

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Trotz Versprechen der Deutsche Wohnen funktionieren die Fahrstühle in einem Hochhaus in Frankfurt im Stadtteil Nieder-Eschbach noch immer nicht.

Frankfurt - Spätestens am Freitag (19. August) sollten die beiden, seit mehreren Wochen defekten Aufzüge im Hochhaus im Konrad-Duden-Weg 1 repariert sein. So hatte es die Deutsche Wohnen versprochen. Doch passiert ist nichts. Am Freitagmittag teilte das Wohnungsbauunternehmen mit, dass „das Ersatzteil heute leider nicht angekommen ist“ - sehr zum Leidwesen der Bewohnerinnen und Bewohner, die in dem 13 Stockwerke hohen Haus leben.

Ende Juli hatte das Unternehmen die Nachricht über die defekten Aufzüge erhalten und nach Angaben eines Sprechers direkt die Reparatur in Auftrag gegeben. Dabei sei es zu Verzögerungen gekommen, weil bestimmte Ersatzteile, aus bekannten Gründen, nicht so schnell geliefert werden konnten. „Uns wurde die Reparatur für die Kalenderwoche 33 zugesagt, da die Firma die Ersatzteile bis dahin bekommt“, teilte ein Sprecher der Deutschen Wohnen am Mittwoch (17. August) aber noch mit.

Frankfurt: Aufzug in Hochhaus soll kommende Woche endlich repariert werden

Für die kommende Woche, versichert der Sprecher nun, werde das fehlende Ersatzteil zumindest für den einen Fahrstuhl „dann aber sicher erwartet“. Unabhängig davon könne „am Montag eine andere Schadensursache behoben werden und einer der beiden Aufzüge am Dienstag wieder in Betrieb genommen werden“.

Hier steht weiter nur die Treppe zur Verfügung.
In einem Hochhaus in Nieder-Eschbach steht weiter nur die Treppe zur Verfügung. © ROLF OESER

Dass der versprochene Termin für die Reparatur nun nicht eingehalten werde, macht eine Bewohnerin, die nicht namentlich erwähnt werden möchte, fassungslos. Sie selbst sei ja noch gut zu Fuß und schaffe es, von ihrer Wohnung im zehnten Stockwerk nach unten und wieder hoch zu laufen. Ihre Eltern, die im selben Stockwerk leben, hätten weitaus größere Probleme. Ihr Vater sei herzkrank, „er ist auf den Aufzug angewiesen“. Als ihre Mutter vor einigen Tagen mal einkaufen war, habe sie danach große Schmerzen vom vielen Treppenlaufen gehabt.

Die Bewohnerin versucht seit Ende Juli die Deutsche Wohnen zu erreichen, um zu erfahren, wann die Aufzüge repariert werden. Zunächst wurde ihr der 3. August, dann der 12., schließlich der gestrige 19. August genannt. Ein Informationschaos, für das sich das Unternehmen auf FR-Nachfrage entschuldigt.

Hochhaus in Frankfurt: Mieterschutzverein rät, Miete unter Vorbehalt zu zahlen

Um die Zeit bis zur Reparatur zu überbrücken, hatte das Unternehmen einen Trageservice für Einkäufe in dem Hochhaus eingerichtet. Das Angebot scheint sich aber nicht überall herumgesprochen zu haben. Zumindest die Bewohnerin aus dem zehnten Stock habe davon nichts gewusst. Anderen geht es ähnlich. Wegen all der Unannehmlichkeiten hatte die Bewohnerin gemeinsam mit anderen Mietparteien der Deutsche Wohnen angekündigt, für den Zeitraum der defekten Aufzüge keine Miete zahlen zu wollen. Davon rät Astrid Nembach vom Deutschen Mieterschutzverein ab. „Es steht aber Mietern und Mieterinnen bei einer Einschränkung wie einem defekten Fahrstuhl bis zu 15 Prozent weniger Miete zu zahlen. Da die exakte Minderungshöhe aber immer auch vom Einzelfall abhängig ist, raten wir zunächst, die Miete unter Vorbehalt zu zahlen.“

Die Deutsche Wohnen hat mittlerweile angekündigt, allen Bewohnern und Bewohnerinnen einen Mietnachlass zu gewähren. Eine Summe nannte das Unternehmen bisher nicht. Unklar bleibt auch, wie die Reduzierung abgerechnet wird. Astrid Nembach hofft, „dass das Unternehmen nicht wartet, bis die Bewohner sich melden, sondern, dass es auf die Menschen zugeht“. (Fabian Böker)

In Frankfurt ist ein neues Hochhausprojekt in Planung. Am Rebstockpark in Bockenheim sollen Wohnungen und Büros entstehen.

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