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Ein Dach fürs Freibad

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Das Hausener Freibad hat seit einem Jahr eine Traglufthalle. Die Menschen in Nieder-Eschbach wollen so eine auch für ihr Freibad.
Das Hausener Freibad hat seit einem Jahr eine Traglufthalle. Die Menschen in Nieder-Eschbach wollen so eine auch für ihr Freibad. © christoph boeckheler*

Das Freibad in Nieder-Eschbach soll eine Tragluftalle erhalten. Die Pläne könnten bis zum Winterhalbjahr 2024 realisiert werden.

Gut 1000 Quadratmeter hat das frisch sanierte Schwimmbad in der Heinrich-Berbalk-Straße. Es soll auch im Winter betrieben werden. Dies kündigten der Sportdezernent Mike Josef (SPD) und der Geschäftsführer der Bäderbetriebe Frankfurt (BBF), Boris Zielinski, schon vor knapp einem Jahr an. Inzwischen sind die Ideen gediehen: „Wir bemühen uns derzeit um eine Baugenehmigung“, sagte Zielinski jetzt. Die Vorplanungen dafür seien abgeschlossen.

Man weiß inzwischen, was man will. Jetzt geht es um die Baugenehmigung, um die Bauplanungen, um die Ausschreibung und die Auftragsvergabe, nicht zuletzt um die Finanzierung. Zielinski rechnet damit, dass die Bauarbeiten im kommenden Jahr beginnen können. Dann wäre es möglich, schon im Winterhalbjahr 2024/25 im Nieder-Eschbacher Freibad zu schwimmen. „Es ist eines von mehreren Großprojekten bei den Bäderbetrieben“, sagte Zielinski.

Vor einigen Wochen erst hatte die Stadt mitgeteilt, dass auf dem Gelände des künftigen Gymnasiums Nord keine Schwimmhalle errichtet wird. „Eine Traglufthalle ist dafür aber kein Ersatz“, sagte Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU). Aber es helfe. Bis jetzt müssten die Schülerinnen und Schüler aus Nieder-Eschbach zum Schwimmen bis ins Riedbad fahren.

Eine andere Frage ist die der Kosten. Zielinski und Sportdezernent Mike Josef sind sich sicher: Eine Traglufthalle ist günstiger als ein Hallenbad - aber auch kein Schnäppchen. Die Traglufthalle in Hausen, die es seit einem Jahr gibt und Vorbild für Nieder-Eschbach ist, kostet jährlich 500 000 Euro für Miete und Betrieb der Halle. Auch im Riedbad gibt es seit mehr als zehn Jahren eine.

Zehn bis 15 Jahre kann eine solche aufblasbare und beheizte Haube über dem Becken aufgebaut werden – in den Wintermonaten von Oktober bis April. Sie bietet Möglichkeiten für den Schulsport, den Vereinssport und natürlich für Einzelschwimmer:innen. Die Traglufthalle kann dank Systembauweise in kurzer Zeit montiert und demontiert werden. Während der Sommermonate lagert das Material dann bei der Baufirma. Bis zu vier Schulklassen könnten gleichzeitig am Schwimmunterricht teilnehmen. Zur Beheizung der Halle und der Erwärmung des Wassers wird mindestens ein Blockheizkraftwerk geplant. Überschüssiger Strom kann ins Netz eingespeist werden. Dies sei wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll, so die Bäderbetriebe auf ihrer Webseite.

Die Sache ist auf dem Weg. Josefs optimistische Einschätzung aus dem Vorjahr, dass eine solche Halle in Nieder-Eschbach im Winterhalbjahr 2024/25 in Betrieb sein könnte, scheint erreichbar. Das wird den Ortsbeirat 15 (Nieder-Eschbach) freuen. Die CDU-Fraktion möchte wissen, wie weit die Planungen für die versprochene Traglufthalle sind.

Der Ortsbeirat 15 tagt am Freitag, 20. Januar, 19.30 Uhr, Darmstädter Hof, An der Walkmühle 1.

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