Nieder-Eschbach

CDU gegen Gewerbegebiet in Nieder-Eschbach

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Die Proteste gegen das geplante Gewerbegebiet in Nieder-Eschbach bündeln sich in einer neuen Bürgerinitiative. Auch bei der CDU regt sich Widerstand.

Die Kritik am geplanten Gewerbegebiet in Nieder-Eschbach reißt nicht ab. Anfang September demonstrierten 500 Menschen gegen die Pläne, nach denen nördlich des Ikea-Möbelhauses an der Züricher Straße auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche ein neues Gewerbegebiet entstehen soll. So hat es die Römer-Koalition aus SPD, CDU und Grünen beschlossen. Jetzt mündet der Protest in eine Bürgerinitiative (BI), die sich derzeit gründet.

Ihr Titel ist Programm: „Nieder-Eschbach wehrt sich!“ Denn das Netzwerk, das hinter der BI stehe, sei groß, sagt Sprecherin Diana Gelszinnis. So gebe es Leute, die aktuell eine Satzung vorbereiten. Andere gehen regelmäßig zu Ausschusssitzungen der Stadtpolitik, wiederum andere recherchieren Fakten, mit denen sie ihre Ablehnung der Pläne untermauern wollen.

Die Kritik teilt die BI mit den Fraktionen im Ortsbeirat 15, in dem das Gewerbegebiet heute Thema sein wird. So legt die CDU in der Sitzung einen Antrag mit zahlreichen Fragen an den Magistrat vor, den laut Ortsvorsteher Ernst Peter Müller voraussichtlich alle anderen Fraktionen unterzeichnen werden. Die Partei will unter anderem wissen, ob für das Gebiet 30 Hektar fruchtbare Felder versiegelt werden müssen, ob diese Flächen bisher dazu dienten, das Grundwasser aufzufüllen und ob sich dort seltene Tierarten angesiedelt haben.

Zudem fordert die CDU den Magistrat auf, „von einer Bebauung des Areals abzusehen und seine diesbezügliche Prüfung und Planung einzustellen“. Denn die Felder seien 2019 nicht grundlos nicht in die Strategiekarte des Stadtentwicklungskonzeptes aufgenommen worden. Damals übrigens auf Drängen der Grünen, die die neuen Pläne nun als Teil der Römer-Koalition mit beschlossen haben. Dieser Beschluss führt laut Ortsvorsteher Müller dazu, dass die Nieder-Eschbacher zunehmend das Gefühl bekämen, abgehängt zu werden.

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