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Aufzüge in Hochhäusern bleiben defekt

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Von: Fabian Böker

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Die Bewohner und Bewohnerinnen warten weiter auf die Reparatur.
Die Bewohner und Bewohnerinnen warten weiter auf die Reparatur. © Rolf Oeser

im Konrad-Duden-Weg in Nieder-Eschbach verzögert sich die Reparatur immer weiter. Auch in einer anderen Immobilie der Deutschen Wohnen ist der Fahrstuhl defekt, wenn auch mit nicht so schlimmen Folgen.

Das Warten geht weiter: Die Aufzüge im Hochhaus im Konrad-Duden-Weg 1 funktionieren immer noch nicht. Für die Bewohner und Bewohnerinnen ergeben sich dadurch immer neue beschwerliche Situationen.

Da ist zum Beispiel eine Wohnung in der fünften Etage. Der Hauptmieter ist gut zu Fuß, er kann problemlos die Treppe nehmen. Bei ihm wohnt aber auch seine 95-jährige Mutter. „Und die kann seit Wochen die Wohnung nicht mehr verlassen“, teilt eine Nachbarin mit, die die Familie gut kennt.

Diese Nachbarin hat auch auf eine andere Bewohnerin verwiesen. Sie wohnt im 13. Stock, hatte neulich eine Operation und müsste eigentlich jetzt eine Physiotherapie machen. „Doch wegen der defekten Aufzüge kann ich die Termine nicht wahrnehmen“, sagt die Frau, die ihren Namen genau wie alle anderen nicht in der Zeitung lesen will. Zum Arzt musste sie kürzlich aber, „als sie zurückkam und ich sie im Treppenhaus getroffen habe, hat sie fürchterlich geweint“, berichtet die Nachbarin.

Daraufhin habe sie abermals bei der Deutschen Wohnen angerufen, um zu erfahren, wann denn endlich die Fahrstühle repariert werden – „eine Auskunft habe ich nicht bekommen“.

Die gibt das Wohnungsbauunternehmen aber auf Anfrage dieser Zeitung. Zum einen räumt der Sprecher ein, dass der kleinere der beiden Aufzüge, der Opfer von Vandalismus geworden sei, weiterhin defekt ist. Er habe nur am 23. August vorübergehend funktioniert, danach sei er wieder ausgefallen. „Weitere Informationen liegen uns da noch nicht vor“, man arbeite daran. Bei der Reparatur des größeren Aufzugs „gibt es Verzögerungen, da ein Ersatzteil weiterhin nicht geliefert werden konnte“.

Zu dem kleineren Fahrstuhl hat eine Bewohnerin noch eine Anekdote zu erzählen. Vor zwei Tagen habe er morgens tatsächlich wieder einmal funktioniert. Sie habe schnell ihre Kinder zur Kita gefahren und auf dem Rückweg vorsorglich eine größere Menge Mineralwasser gekauft. Doch als sie nach Hause kam, war der Aufzug schon wieder defekt, sie musste das Wasser bis in eine der oberen Etagen des Hochhauses schleppen.

Das Haus in Nieder-Eschbach ist derweil nicht das einzige im Besitz der Deutschen Wohnen, das derzeit keinen funktionierenden Aufzug hat. In Fechenheim, in der Straße Am Roten Graben, steht mit den Hausnummer 7-11 eine Wohnanlage. In dieser leben auch Senioren und Seniorinnen, die Betreuungsangebote vom Frankfurter Verband erhalten. Im Haus mit der Nummer 7 ist der Fahrstuhl seit knapp 40 Tagen kaputt. Laut Deutsche Wohnen handelt es sich um eine defekte Dichtung des Motors. „Da es sich um eine spezielle Dichtung handelt, wurde uns vom Lieferanten eine Lieferzeit von bis zu 40 Tagen angekündigt. Diese Lieferzeit würde Ende dieser Woche ablaufen“, so der Sprecher.

Er verweist aber auch darauf, dass die Aufzüge in den Hausnummern 9 und 11 funktionierten. „Über diese kann man die gewünschte Etage erreichen und gelangt über Laubengänge zur gewünschten Wohnung.“

Das bestätigt Christian Meyer-Wolf, Fachbereichsleiter Wohnen und Offene Seniorendienste beim Frankfurter Verband. Daher seien die Probleme für die Bewohner:innen auch überschaubar. „Die Umwege sind zumutbar“, so seine Einschätzung. Auf eine baldige Reparatur hofft er natürlich trotzdem.

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