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Der neue neugestalteten Innenhof des Ben-Gurion-Rings 20 - 42 ist fertiggestellt.

Nieder-Eschbach

Innenhof ist neuer Treffpunkt im Quartier

  • vonJudith Dietermann
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Blühende Pflanzen, Spielplätze für Kinder und ein Fitnessparcours für Senioren: Das erste Projekt der Sozialen Stadt am Ben-Gurion-Ring ist fertig. Mit dem neu gestalteten Innenhof der Siedlung verschwinden auch Angsträume im Quartier.

Alle Wege führen nach Rom.“ Dieses Sprichwort kennt man. Im Falle des Ben-Gurion-Rings 20 bis 42 passt seit gestern: Alle Wege führen zum kreisrunden Mittelpunkt des neu gestalteten Innenhofs. Denn dieser wurde nach fünf Monaten – von Januar bis Mai wurde dort gegraben, gepflastert und gepflanzt – offiziell an die Bewohner übergeben. Von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) und Stefan Büngener, Geschäftsführer der GWH Wohnungsgesellschaft, der am Ben-Gurion-Ring rund 1300 Wohnungen gehören. Mit dabei auch das Quartiersmanagement.

Der neu gestaltete Innenhof ist das erste sichtbare fertiggestellte Projekt des Erneuerungsverfahrens „Sozialer Zusammenhalt/ Soziale Stadt“ am Ben-Gurion-Ring. 880 000 Euro kostete die Umsetzung, 70 Prozent der Kosten wurde aus Mitteln des Bund-Länder-Programms „Sozialer Zusammenhalt“ getragen, woran die Stadt Frankfurt wiederum mit 40 Prozent beteiligt ist. Die restlichen 30 Prozent der Kosten übernahm die GWH, die sich auch um die Unterhaltung des neuen Innenhofes kümmern wird.

„Wir möchten die Siedlung-Ben-Gurion-Ring durch den integrativen Ansatz des Bund-Länder-Programms sowohl nachhaltig aufwerten, als auch stabilisieren“, sagte Josef. Die Neugestaltung des Innenhofes stelle als erstes Projekt zudem einen wichtigen Impuls für den Vertrauensaufbau in das Verfahren dar.

Denn die Umgestaltung des einst zugewachsenen, mit alten Spielgeräten ausgestatteten und deswegen nur mangels Alternativen genutzten Innenhofs, sei nur mit Hilfe der Anwohner möglich. Bei öffentlichen Beteiligungsverfahren konnten sie ihre Gestaltungsideen und Wünsche einbringen, die letztlich auch tatsächlich in die Umsetzung einflossen.

Blühender Platz in der Mitte

Zentrales Element des Innenhofes ist nun der kreisrunde blühende Platz in der Mitte. Die ihn umgebenden neunstöckigen Wohnblöcke schirme ihn nach drei Seiten hin ab. Die auf den Mittelpunkt zulaufenden Wege lassen den Platz mit Blick aus einem der oberen Stockwerke als strahlende Sonne erscheinen.

Untergliedert ist der Innenhof in vier Segmente mit unterschiedlichen Aufenthalts- und Spielangeboten. Die Wege sind gut begehbar und gut beleuchtet – Angsträume, wie man sie sonst in der Siedlung kennt, sind damit verschwunden. Sitzgelegenheiten und blühende Pflanzen – insgesamt 2500 Blumenzwiebeln wurden in die Erde gebracht – machen den Innenhof zu einem Ort, an dem man sich jetzt gerne aufhält und mit seinen Nachbarn trifft. Auch neue Bäume wurden gepflanzt – fünf Hainbuchen haben jetzt eine neue Heimat.

Eine Boulebahn, Seniorenfitnessgeräte, ein Kinderspielbereich mit Sandkasten, Kinderhaus und Nestschaukel bieten zudem Möglichkeiten für alle Alterstufen, aktiv zu werden. Denn in den Häusern leben nicht nur Familien mit Kindern, dort gibt es auch eine Seniorenwohnanlage der GWH.

„Die Freiflächen sollte im Sinne der Nutzer qualifiziert aufgewertet werden, um Nachbarschaften zu aktivieren und eine lokale Identität sowie Verantwortungsübernahme zu fördern“, sagte Mike Josef. Positiv aufgefallen seien ihm die Jugendlichen des benachbarten Jugendhauses „Am Bügel“, die die Arbeiten interessiert beobachtet hätten. Sie selber waren an der geplanten Umgestaltung der dortigen Sport- und Spielflächen beteiligt. „Dieses Projekt befindet sich momentan in der parlamentarischen Abstimmung und soll als zweites größeres Gestaltungsprojekt im Frühjahr 2021 umgesetzt werden“, so der Planungsdezernent.

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