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Ein Netzwerk für den neuen Spielplatz An den Bergen

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Der größte Spielplatz in Nieder-Erlenbach ist schon länger ein Sorgenkind. Nun soll er mit vereinten Kräften aus dem Stadtteil neu gebaut werden.

Planen, bauen, feiern. Das nächste Stadtteilfest wird außergewöhnlich. Nachbarschaft, Vereine und Schulen aus Nieder-Erlenbach sollen ein ganzes Netzwerk bilden und zusammen im Sommer den Spielplatz „An den Bergen“ neu errichten. Dienstagabend haben das Grünflächenamt und die Firma Alea in der Sitzung des Ortsbeirats 13 (Nieder-Erlenbach) eine mögliche Vorgehensweise vorgestellt.

Der Spielplatz ist der größte von insgesamt vier im Stadtteil und ist schon länger ein Sorgenkind. Laut Ortsvorsteher Yannick Schwander (CDU) wurden die Geräte zu Beginn der Corona-Pandemie abgesperrt und zuerst nicht wieder eröffnet. Über die Zeit seien viele Spielgeräte kaputt gegangen. Das Holz wurde morsch. Die Stadt baute die Geräte zurück. Auf Druck des Ortsbeirates wollte sie den Spielplatz erneuern. Eine Künstlerin sollte sich darum kümmern. Geplant war zusätzlich zu den bestehenden Spielgeräten neue Geräte aus Holzstämmen zu bauen. Doch zu der Umsetzung kam es nicht. Der Spielplatz war inzwischen in der Prioritätenliste des Grünflächenamtes nach oben gerutscht. Deshalb verwarf die Stadt die Pläne wieder und entschied sich für einen Neubau.

Schon in Eckenheim und Kalbach plante und baute die Firma Alea aus Marburg zwei Spielplätze mit dem Grünflächenamt. Ulrike Neißner (Grüne) ist Ortsvorsteherin vom Ortsbeirat 12 (Kalbach-Riedberg) und schwärmt noch heute von der Erfahrung im Mai diesen Jahres. „Von den Kindern bis zu den Erwachsenen konnten alle mithelfen. Die fachliche Betreuung war super und alle hatten Spaß.“ Der Spielplatz sei pünktlich fertig geworden, der Zusammenhalt im Ort gestiegen. „Dadurch, dass die Eltern und Kinder am Bau beteiligt waren, wird viel besser mit den Spielgeräten umgegangen.“

Alle packen mit an

Diesen Effekt erhofft sich auch der Ortsbeirat 13. Zunächst soll es eine Bürgerbefragung geben. „Jeder, der will, soll in den Bau integriert werden“, sagt Projektleiter Andreas Bostroem. Nach der Befragung im Frühjahr 2023 erstellt Alea ein Konzept, das erneut zur Diskussion steht. Aus den Ergebnissen werden die Pläne erstellt und die aktuellen Spielgeräte zurückgebaut. Kurz vor den Sommerferien soll der einwöchige Bau beginnen.

„Wir stellen alle benötigten Geräte zur Verfügung“, erklärt Bostroem. Alle sind eingeladen mitzubauen. „Wir brauchen jeden Tag mindestens 20 Erwachsene und zehn Kinder.“ Alle drei Stunden gebe es eine Pause. „Dadurch lernen sich alle besser kennen.“ Fachpersonal sei jederzeit vor Ort. Die Spielgeräte würden am Ende vom TÜV abgenommen.

Ortsvorsteher Schwander ist begeistert: „Wir waren schon immer ein Stadtteil, der selbst anpackt. Ich mache mir keine Sorgen, dass zu wenige kommen werden.“ Da für manche Spielgeräte Beton benötigt wird, wird der Spielplatz erst nach zwei Wochen komplett eröffnet.

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