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Yannick Schwander ist Ortsvorsteher in Nieder-Erlenbach und CDU-Spitzenkandidat.
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Yannick Schwander ist Ortsvorsteher in Nieder-Erlenbach und CDU-Spitzenkandidat.

Die Wahl im Ortsbeirat 13

CDU bleibt stärkste Kraft in Nieder-Erlenbach

  • Judith Gratza
    VonJudith Gratza
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Bei den Ortsbeiratswahlen Mitte März erzielt die CDU in Nieder-Erlenbach das beste Ergebnis aller Ortsbezirke. Insgesamt war die Wahlbeteiligung im nördlichen Stadtteil die höchste aller Frankfurter Bezirke.

Während die Grünen bei der Kommunalwahl Mitte März in fast allen Frankfurter Ortsbeiräten die bestehenden Machtverhältnisse ordentlich durcheinander gewirbelt haben, ist dies in Nieder-Erlenbach nicht der Fall. In Frankfurts nördlichstem Stadtteil mit rund 4700 Einwohnerinnen und Einwohnern ist fast alles beim Alten geblieben. Das betrifft auch die Wahlbeteiligung, die mit 59,2 Prozent wieder die höchste aller Ortsbezirke war.

Die CDU erzielt in Nieder-Erlenbach mit 43,2 Prozent das beste Ergebnis aller Ortsbezirke und bleibt weiterhin stärkste Kraft im Stadtteil. Im Gegensatz zu 2016 hat sie aber fünf Prozentpunkte verloren. „Das ist schade“, bedauert CDU-Ortsvorsteher und Spitzenkandidat Yannick Schwander. So richtig erklären könne er sich das nicht. „Wir haben gute Arbeit geleistet“, findet er. Das hätten die Leute goutiert: Nach dem Wahlsonntag gewann die CDU in Nieder-Erlenbach durch Kumulieren und Panaschieren elf Prozentpunkte hinzu. Daher sei das Ergebnis dennoch ein Erfolg, denn der Verlust habe nichts mit der Arbeit der CDU vor Ort zu tun, sondern mit Skandalen auf kommunaler und bundespolitischer Ebene, analysiert Schwander. „Die Leute schätzen an mir, dass ich vor Ort präsent bin, schnell auf allen Kanälen Antwort gebe und mich um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger verbindlich kümmere“, sagt der 32-jährige Nieder-Erlenbacher.

Daher würde er gerne weiter Ortsvorsteher bleiben. Seit 2016 hat Schwander den Posten inne. Künftig wolle er den Ortsbeirat stärker in den Ort tragen, etwa Freiluftsprechstunden auf der Straße halten. „Gerade in Zeiten von Corona sind die Leute froh, wenn sie außerhalb der Bürgerfragestunde Ansprechpartner haben.“

Die Stimme der Grünen hätte er sicher. „Schwander macht das sehr gut“, bescheinigt ihm Henner Deutsch, Spitzenkandidat der Grünen und stellvertretender Ortsvorsteher. Auch er ist mit dem Ausgang der Wahl zufrieden: 25,2 statt 18,4 Prozent hat seine Fraktion erzielt. „Wir haben einiges richtig gemacht“, vermutet Deutsch und lacht. So habe man mehr Bürgernähe gezeigt und Lösungen auf dem kurzen Dienstweg erarbeitet. Ohne Antrag. „Das spricht sich rum.“ Als Beispiel nennt der 56-Jährige eine Postkartenaktion, bei der die Nieder-Erlenbacher:innen ihre Ideen für den Ort mitteilen. Auf diesem Wege sei bereits eine Begehung mit Fachleuten zum Vogelschutz oder zum Erlenbach erfolgt.

An Deutschs Seite wird künftig Annegret Rach die Grünen im Stadtteilparlament vertreten. Ihr Kollege Thomas Odemer ist weiter in die Stadt gezogen. Rach war jahrelang Stadtteilgruppensprecherin der Grünen. Sie macht sich vor allem für Jugendliche, Alte und Flüchtlinge am Ort stark. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, sagt Deutsch, „wir kennen uns ewig und haben viele Projekte zusammen gemacht.“ Gemeinsam wolle man sich für das viele Grün einsetzen, das es in Nieder-Erlenbach gibt und das es zu schützen gelte. Und für den Ausbau des Nahverkehrs, der Radwege und der E-Mobilität.

Themen, die alle Fraktionen in Nieder-Erlenbach auf der Agenda haben. Auch die SPD. „Vielleicht müssen wir aber stärker ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln“, denkt SPD-Fraktionschef Ingo Kusch laut nach, wenn er sich die Verluste seiner Partei zu erklären versucht. Von 16,8 auf 15,5 Prozent rutschte die SPD. Schuld könne auch der Vorschlag der Römer-SPD von damals sein, den Pfingstberg zu bebauen, mutmaßt er.

BFF-Spitzenkandidatin Ingeborg Leineweber sieht ihre verlorenen Stimmen eher bei den Grünen. Von 8,8 auf 7,3 Prozent rutschte die Nieder-Erlenbacher „Einzelkämpferin“, wie sie sich selbst bezeichnet. „Umwelt ist halt ein Riesenthema“, sagt sie. Sie sei nur gespannt, ob sich alle diese klimafreundlichen Ideen auch finanzieren ließen. „Wichtig ist, dass Frankfurt und seine Stadtteile lebenswert bleiben.“

Weitere Informationen zu den Themen des Ortsbeirats 13 finden Sie unter fr.de/obr13 im Internet . Die Serie zu den Ortsbeiräten unter fr.de/obr-wahl

Henner Deutsch ist Spitzenkandidat der Grünen im Ortsbeirat 13.
Annegret Rach rückt neu für die Grünen in das Nieder-Erlenbacher Stadtteilparlament.
Ingo Kusch ist SPD- Spitzenkandidat im Ortsbeirat 13.
Max Hunzinger ist Spitzenkandidat der FDP in Nieder-Erlenbacher Ortsbeirat 13.
Ingeborg Leineweber vertritt die BFF im Ortsbeirat 13.
In Nieder-Erlenbach hat die CDU ihr bestes Ergebnis aller Frankfurter Ortsbezirke erzielt.

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