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Unterführung kommt später

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Von: Holger Vonhof

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Der Bahnübergang in der Oeserstraße wird umgebaut.
Der Bahnübergang in der Oeserstraße wird umgebaut. © ROLF OESER

Der Bahnübergang an der Oeserstraße soll sicherer werden. Geplant ist eine Unterführung für Fußgänger:innen und eine weitere für den Verkehr. Die Arbeiten verzögern sich.

Die Deutsche Bahn hat bestätigt, dass der Fußgängertunnel am Bahnübergang Oeserstraße später als geplant verwirklicht werden kann. Fertig sein soll die kleinere Unterführung erst im Jahr 2026; für die Fertigstellung der anschließenden Autounterführung geht die Bahn weiterhin von der „zweiten Hälfte der 20er Jahre“ aus.

Für den Bau der Fußgängerunterführung liefen die Planungen, teilt die Bahn mit. „Das Baurecht soll nach Angaben der Stadt bis zum Sommer vorliegen. Gleichzeitig ist die Stadt dabei, die für den Bau der neuen Unterführung notwendigen Grundstücke zu erwerben.“ Die eigentlichen Bauarbeiten könnten dann „voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres“ beginnen, erläutert die Bahn.

Zu Beginn der Arbeiten stehe als erster Schritt die Verlegung einer „Vielzahl vorhandener Versorgungsleitungen zum Beispiel für Gas, Abwasser und Telekommunikation durch die Leitungsbetreiber“ – im Auftrag von Stadt und Bahn. Die eigentliche Tunnelgrabung sei für Frühjahr und Sommer 2025 angesetzt; dafür müsse die Bahnstrecke für etwa vier Wochen komplett gesperrt werden.

Das sei auch der Grund für die Verzögerung: „Diese Komplettsperrung kann aufgrund der Notwendigkeit, die Bauarbeiten an der Oeserstraße mit anderen Bauprojekten im Gesamtnetz der Deutschen Bahn abzustimmen, erst 2025 erfolgen und nicht schon im Sommer 2024 wie zunächst geplant“, teilt die Bahn mit. Fertig sei der Fußgängertunnel dann „voraussichtlich 2026“.

Zeitversetzt gingen Stadt und Bahn den Bau der Unterführung für den Verkehr an, in die ein Radweg integriert werden soll. „Auch für dieses Bauwerk haben die Planungen begonnen. Das Planfeststellungsverfahren soll Anfang nächsten Jahres starten.“ Die vorgesehene Inbetriebnahme in der zweiten Hälfte hänge von der Dauer des Planfeststellungsverfahrens ab. Anschließend kann der bislang schienengleiche Bahnübergang geschlossen werden.

Von Oktober bis Dezember 2021 hatte die Bahn nach dem schweren Unfall von Mai 2020 die gesamte Sicherungstechnik modernisiert und in Abstimmung mit der Stadt die Verkehrsführung angepasst.

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