Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gegen die Schließung von Filialen gab es 2019 Proteste vor dem Hauptsitz der Sparkasse in der Neuen Mainzer Landstraße.
+
Gegen die Schließung von Filialen gab es 2019 Proteste vor dem Hauptsitz der Sparkasse in der Neuen Mainzer Landstraße.

Nied

Sparkasse in Nied soll bleiben

  • Fabian Böker
    VonFabian Böker
    schließen

Die Sparkasse will in Frankfurt 17 Filialen schließen - so auch den in der Mainzer Landstraße in Nied. Der SPD-Ortsverein will das verhindern.

Ende Juni hatte die Frankfurter Sparkasse angekündigt, in den kommenden Jahren insgesamt 17 Filialen im Stadtgebiet zu schließen. Nun regt sich erster Widerstand dagegen.

Zumindest in Nied. Der dortige Ortsverein der SPD kritisiert die geplante Schließung des Standortes in der Mainzer Landstraße 780. „Bankfilialen gehören zu den essentiellen Bestandteilen der Grundversorgung in einem Stadtteil“, sagt Milkica Romic, Vorsitzende des Ortsvereins. „Gerade älteren Bürgerinnen und Bürgern in Nied, die zu einem großen Teil nicht technikaffin sind, ist eine Umstellung auf das digitale Bankgeschäft nicht zuzumuten.“

Die Nieder SPD fordert daher, dass die angekündigte Schließung zurückgezogen wird und die Angebote der Frankfurter Sparkasse in Nied weiterhin barrierefrei möglich sein sollen. Zumindest, so Romic, „eine gewisse Grundversorgung wie ein Überweisungsterminal muss bestehen bleiben“.

17 Schließungen

Die Frankfurter Sparkasse schließt in Frankfurt folgende Filialen: Flughafen und Wohnstift Zoo (31.12.21), Hausen, Nieder-Erlenbach und Heddernheim (31.3.22), Seckbach und Nied (30.9.22), Sindlingen, Reuterweg im Westend, Skyline Plaza (31. 3.22), Sossenheim (30.9.22) sowie , Friedberger Landstraße im Nordend, Praunheim, Ginnheim und in Nieder-Eschbach (30.6.2024).

Bei der Filiale im Hauptbahnhof steht der Zeitpunkt der Schließung noch nicht fest. Bei den Standorten Enkheim und Hessen-Center prüft die Bank laut eigener Aussage derzeit, welcher aufgegeben wird. bö

Sollte die Filiale wie geplant zum 30. September 2022 schließen, wäre der nächstgelegene Standort, um Bankgeschäfte bei der Sparkasse zu erledigen, in Höchst. Rund zwei Kilometer wären das zu Fuß bis zur Justinuskirchstraße 10, 2,8 Kilometer mit dem Auto. Auch in Schwanheim gäbe es eine Filiale: Bis zur Straße Alt-Schwanheim 17 sind es drei Kilometer zu Fuß, 4,3 Kilometer mit dem Auto. Beide Filialen sind nicht Teil des Schließungsplans (siehe Infobox).

Die Sparkasse hat die Schließungen mit der während der Corona-Pandemie vermehrten Nachfrage nach Online-Banking begründet. In Zukunft würde nur noch ein Fünftel der Kunden ausschließlich in einer Filiale betreut werden müssen, hieß es.

Zum konkreten Protest in Nied gibt es keine Aussage des Unternehmens. Der Protest aus dem Stadtteil sei bisher nicht an die Sparkasse herangetragen worden, heißt es. Das, kündigt Sozialdemokrat Romic an, wolle man noch tun. Ebenso wie man sich mit weiteren Akteuren aus dem Stadtteil vernetzen wolle.

Die Sparkasse habe, sagt ihr Sprecher Bernd Jenne, „für alle zur Schließung vorgesehenen Filialen standortabhängige Lösungen vorgesehen“. Wie diese im Fall von Nied allerdings konkret aussehen, lässt er offen: „Wir bitten um Verständnis, dass wir uns dazu erst zu einem späteren Zeitpunkt äußern werden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare