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Quartiersplatz in Nied bekommt mehr Grün

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Von: Judith Gratza

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Die Therese-Herger-Anlage in Nied heizt sich im Sommer zu schnell auf. Mehr Grünfläche soll für Besserung sorgen.

Die Therese-Herger-Anlage soll zum Teil entsiegelt und ökologisch aufgewertet werden. Zu diesem Ergebnis kamen jetzt Anwohner:innen, das Quartiersmanagement und Vertreter:innen des Beirats Soziale Stadt bei einem Treffen vor Ort. Der Quartiersplatz der sogenannten Büchersiedlung im Frankfurter Stadtteil Nied beschäftigt Menschen, die dort wohnen, seit Jahren.

Ursprünglich war das Areal zwischen Josef-Benner-Weg und Ferdinand-Scholler-Ring als Treffpunkt mit Ladengeschäften und Marktbetrieb angedacht. Doch an warmen Tagen will sich dort niemand so recht aufhalten. Schuld ist das Pflaster, das sich ungemütlich aufheizt. Geräusche breiten sich zudem wie in einem leeren Raum aus. Dies führt zu Lärm.

Quartiersmanagerin Marja Glage organisierte daher mit de Bewohnervertreterin des Beirats Soziale Stadt für Nied-Nord, Sabine Rusko, und ihrem Kollegen Thorsten Gleich, mehrere Bewohnertreffen. Zudem machten sie eine Umfrage zur Neugestaltung der Grünfläche, an der sich 45 Haushalte beteiligten. Zuletzt fand an ein Gestaltungsworkshop mit mehr als 20 Personen vor Ort statt, an dem die unterschiedlichen Ideen und Wünsche vorgestellt und eine erste gemeinsame Gestaltungsidee entwickelt wurde.

Einigkeit bestand vor allem darin, dass sich etwas ändern muss. Einige wünschten sich Möglichkeiten zum Stadtgärtnern, was bei den Anwohnerinnen und Anwohnern auf weniger Anklang stieß. Mehr Grün wünschten sich dagegen alle auf dem Platz. Durch das Entfernen der Pflastersteine zwischen den bestehenden Baumscheiben auf beiden Seiten des Areals soll das Mikroklima und die Akustik verbessert werden. Die Sichtachse zum gegenüberliegenden Neumarkt soll erhalten bleiben und die Beleuchtung besser auf die Platzfläche ausgerichtet werden.

Die benachbarte Grünfläche mit Rasen und Bäumen soll ökologisch aufgewertet werden: mit essbaren Kräutern, Stauden, einer Insektenwiese, Nisthifen und weiteren Bäumen als Schattenspender. Fast alle trieb die Sorge um, dass dem Ruhebedürfnis insbesondere in den Abendstunden Sorge getragen werden muss. Daher soll es keine Sitzgelegenheiten geben.

Die Überlegungen sollen nun dem Stadtplanungs- und Grünflächenamt zur fachlichen Prüfung vorgelegt und die Kosten für eine Umsetzung ermittelt werden. Von Seiten des Stadtplanungsamts stehen Fördermittel aus dem Städtebauprogramm für die Umsetzung im nächsten Jahr zur Verfügung, teilt die Stadt mit. dit

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