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In der katholischen Pfarrgemeinde St. Markus laufen die Vorbereitungen für die Lebensmittelausgabe.
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In der katholischen Pfarrgemeinde St. Markus laufen die Vorbereitungen für die Lebensmittelausgabe.

Nied

Nied: Viele kommen, weil die Rente nicht reicht

  • VonAlexandra Flieth
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Das Quartiersmanagement in Nied bietet in Kooperation mit der katholischen Pfarrgemeinde St. Markus eine Lebensmittelausgabe für Bedürftige an. Dienstags und Freitags gibt es im Stadtteil-Büro in der Straße Alt-Nied 13 Obst, Nudeln und Brot.

Nicht immer ist Armut so sichtbar wie bei den Menschen, die am Straßenrand oder in Bahnhöfen sitzen und betteln. Gerade für Menschen mit kleiner Rente oder kinderreiche Familien reicht das Salär oft nicht aus, um sich mit mehr als dem Nötigsten zu versorgen. Andererseits bleibt in Supermärkten und Lebensmittelgeschäften vieles unverkauft und landet im Müll. Deshalb hat Marja Glage, Quartiersmanagerin in Nied, mit der Unterstützung von ehrenamtlichen Helferinnen das Projekt „Carima“, das für „Caritas-Markt für Leib und Seele“ steht, ins leben gerufen.

Seit November wird immer dienstags und freitags das Stadtteilbüro 13 zu einer Ausgabestelle für gespendete Lebensmittel umfunktioniert, die zuvor von Ehrenamtlichen in Einzelhandelsgeschäften abgeholt wurden. Marja Glage sagt, sie habe bewusst dort angefragt, wo andere Projekte noch nicht vorstellig wurden: „Wir wollten nicht in Konkurrenz zu anderen treten.“ Dennoch habe sie festgestellt, dass ein Angebot wie dieses im Stadtteil dringend benötigt werde. Für das Projekt kooperiert das Caritas-Quartiersmanagement mit der katholischen Pfarrgemeinde St. Markus, die Spenden bereit stellt, mit denen auch Hygieneartikel oder besondere Lebensmittel für Menschen in Not besorgt werden können.

Die gespendeten Lebensmittel, wie Backwaren, Obst, Nudeln und Mehl, stammen von der Bäckerei Müller, vom Nahkauf in der Dürkheimer Straße und dem Rewe in der Werner-Bockelmann-Straße. 10 bis 15 Menschen kommen regelmäßig zur Ausgabe. „Es sind vor allem Ältere, insbesondere Frauen ab 70 und alleinstehende Männer sowie Mütter mit Kindern“, hat Marja Glage festgestellt. Wichtig sei, dass jeder, der zu ihnen komme, etwas mitnehmen dürfe – auch ohne Bedürftigkeitsnachweis. „Bereits im Mai“, erzählt Glage, „haben wir zum ersten Mal gespendetes Brot, Brötchen und Stückchen verteilt und gemerkt, dass es einen Bedarf gibt.“ Es gibt aber nur sogenannte Trockenlebensmittel. „Wir haben keine Kapazitäten, um Kühlwaren zu lagern.“

Zur Vorbereitung trifft sich das Helfer-Team eine Stunde vor der offiziellen Ausgabe. Über das Projekt erreicht es Nieder Bürgerinnen und Bürger, die sie bisher auf anderen Wegen noch nicht erreicht habe, sagt Glage. Es gebe einige Menschen, die kaum Geld zum Leben haben oder sogar wohnungslos seien.

Quartiersmanagerin Marja Glage würde sich über weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer freuen, die etwa die Lebensmittel abholen. Auch Geschäfte, die Lebensmittel oder Hygieneartikel spenden möchten, werden noch gesucht.

Die Lebensmittelausgabe im Stadtteilbüro (Alt-Nied 13) öffnet dienstags und freitags von 10 bis 13 Uhr. Maximal drei Stunden ist das Helfer-Team vor Ort.

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