Die Diamonds bei der Probe. 
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Frankfurt-Nied

Nied: Kevin tanzt mit

  • vonAlexandra Flieth
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Nied Die Magic Diamonds haben einen der wenigen Männer im Gardetanz in ihren Reihen. Zu sehen gibt es eine Choreografie zu den goldenen Zwanzigern.

Kevin Rosettani (22) fühlt sich nicht wie der sprichwörtliche „Hahn im Korb“. Und dass, obwohl er der einzige Mann zwischen mehr als 20 Frauen ist. Seit August tanzt er bei den Magic Diamonds mit, einer Gruppe des 1. Nieder Carneval-Clubs. Ihn als Tänzer hervorzuheben, findet Rosettani überhaupt nicht nötig. Die Hauptsache sei doch, dass man gut miteinander auskomme. Und da scheint er sich, trotz seiner erst kurzen Zugehörigkeit, gut bei den magischen Diamanten eingefügt zu haben.

In dieser Kampagne stehen – entsprechend der Jahreszahl – die Goldenen 20er Jahre im Mittelpunkt. Das Motto lautet „The Gatsby Party“. Passend dazu sind die Tänzerinnen in goldfarbene und mit Schwarz unterlegte Kostüme gekleidet. Auch Rosettani trägt eine goldfarbene Weste über einem schwarzen Hemd.

Mit ihrer Choreografie, die von Alexandra Schrödl entwickelt wurde, traten die Magic Diamonds kürzlich zur Weiberfastnacht beim HR auf, die fürs Fernsehen aufgezeichnet wurde. Der Höhepunkt des närrischen Treibens steht noch bevor. Am Fastnachtssamstag geben die Tänzerinnen und auch Kevin auf der Bühne im Saalbau Nied ihren Schautanz zum Besten. Dann nämlich bittet der 1. NCC zur Prunksitzung, bevor es für den Verein am nächsten Morgen zum großen Frankfurter Fastnachtsumzug geht, an dem die Aktiven ebenfalls teilnehmen.

Rosettani beschreibt sich als einen Menschen, der gerne Dinge ausprobiert. Eine Scheu vorm Tanzen, wie es so manche Männer haben, kenne er nicht. Ganz im Gegenteil: „Ich tanze gerne Hip-Hop“, erzählt er. Am liebsten Freestyle, also ohne eine feste Choreografie. Dass er als Tänzer der „Magic Diamonds“ bestimmte Schrittabfolgen lernen muss, sei ihm nicht so leicht gefallen, gibt er offen zu. Aber es war eine Herausforderung: „Mir war es wichtig, es durchzuziehen und zu schauen, ob ich es kann.“

„Ich kann mich, glaube ich, schon besser bewegen, als andere Männer“, schätzt er sich selbst ein. Dass er beim Schautanz stets daran denken müsse, die Fußspitzen zu strecken, fällt ihm jedoch noch schwer, sagt er. Und auch die Hüftschwünge seien nicht ganz so sein Ding. Doch das halte ihn nicht davon ab, es auszuprobieren.

Auf die Diamonds sei er im vergangenen über eine Freundin aufmerksam geworden, die selbst in der Gruppe getanzt habe. „Ich habe ihren Platz eingenommen“, sagt er. Zum Ende seiner ersten Kampagne zieht er ein positives Resumee und sagt: „Besonders gut gefällt mir die Gemeinschaft in der Gruppe.“

Zwei Mal wöchentlich treffen sich die Mitglieder für jeweils zwei bis zweieinhalb Stunden zum Training, abwechselnd mal in Nied und mal im Bikuz in Höchst. Trainiert wird die Gruppe von einem Team, das aus Alexandra Schrödl und Tatjana Toups besteht.

Obwohl Kevin Rosettani sich gerne zur Musik bewegt, interessiert er sich auch für andere Sportarten. „Ich habe früher ein paar Jahre lang Kampfsport gemacht und kurz Football gespielt“, erzählt er. Feldhockey sei eine Sportart, die er gerne ausprobieren würde. Zurzeit drückt Kevin Rosettani die Schulbank und halt sein Fachabitur nach. „Im Anschluss möchte ich entweder zur Polizei oder Lehramt studieren.“ Vorher heißt es für ihn erst einmal: „Nied, Helau!“

Die Prunksitzungdes 1. Nieder Carneval-Clubs, Samstag, 22. Februar, 19.11 Uhr im Saalbau Nied, Heinrich-Stahl-Straße 3. kartenbestellung@1ncc.de

Von Alexandra Flieth

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