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So sah das Nidda-Ufer am 8. August 2020 aus.
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So sah das Nidda-Ufer am 8. August 2020 aus.

Nied

Naturschutzverstöße an der Nidda in Nied „konsequent ahnden“

  • VonHolger Vonhof
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Der Ortsbeirat 6 fordert die Stadt zum Durchgreifen an der Nidda auf. Er fordert einen einen weiteren Poller und mehr Streifen vor Ort.

Einstimmig hat der Ortsbeirats 6 (Frankfurter Westen) am Dienstagabend in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einen Antrag der Grünen verabschiedet, der darauf abzielt, die Maßnahmen gegen die illegale Nutzung des renaturierten Höchster Wehrs als Grill- und Badeplatz zu unterbinden. Der Magistrat wird darin aufgefordert, seine bislang gegen die Zustände dort eingeleiteten Vorhaben „auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen“ und „die geschilderten Missstände schnellstmöglich abzustellen“.

Das Problem tauchte im vergangenen Jahr während der Pandemie auf: Die Schwimmbäder waren zu, die Freizeitmöglichkeiten eingeschränkt, und schnell entdeckten mehr und mehr Menschen den renaturierten Nidda-Abschnitt zwischen dem Bad des Höchster Schwimmvereins, den Wiesen des Georgshofs und dem „Mittleren Sand“ als Ersatz. So waren es nicht mehr nur ein paar Spaziergänger und Spaziergängerinnen, die dort ihre Füße ins Wasser hielten; in Spitzenzeiten sind an Sommertagen mehrere hundert Menschen dort, baden, lärmen, stellen Zelte auf, Grillen auf den Kiesbänken und hinterlassen ihren Müll im Naturschutzgebiet.

„Wie schon im letzten Jahr breitet sich die Party-, Grill- und Badegesellschaft auch immer weiter flussaufwärts zur Fußgängerbrücke aus“, hat Antragstellerin Hanneke Heinemann, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, beobachtet. Die Brücke sei mit abgestellten Fahrrädern und Taschen blockiert, und es werde von dort in den Fluss gesprungen.

Auch eine Besucherin der Sitzung nahm das Thema auf: Sie forderte neben anderen Maßnahmen zur Unterbindung des Badebetriebs im Naturschutzgebiet auch ein Schild, das auf die gesundheitlichen Gefahren hinweise: In der Nidda seien schon mehrfach Ehec-Keime gefunden worden, die mutmaßlich von landwirtschaftlichen Rückständen in Zuflüssen der Nidda, etwa dem Erlenbach, stammen.

Bereits im August hatte der Magistrat auf Hinweis der Ortsbeiräte erklärt, dass Maßnahmen ergriffen worden sei, um die Missstände abzustellen. Doch das scheint nicht zu reichen. Der Antrag fordert nun einen weiteren Poller, mehr Streifen am Nieder Wildwasser und ein härteres Durchgreifen: Ordnungswidrigkeiten sollten „möglichst konsequent“ geahndet werden.

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