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Der Bahnübergang in Nied ist wieder für den Verkehr offen. Die BI beobachtet das Geschehen an der Schranke.
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Der Bahnübergang in Nied ist wieder für den Verkehr offen. Die BI beobachtet das Geschehen an der Schranke.

Nied

Lob für neue Schrankenanlage

  • VonMichael Forst
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Der Bahnübergang an der Oeserstraße ist wieder für den Verkehr geöffnet. Bürgerinitiative und Nachbarschaft sind voll des Lobes über die neue Schrankenanlage.

Am Ende ging doch alles etwas flotter als gedacht: „Gute Nachricht an alle: Wir sind schneller fertig geworden und der Bahnübergang ist ab sofort für den Straßenverkehr frei“, ließ Marius Désolé von der Firma Leonhard Weiss am Samstag auf Facebook wissen. Und schon am Sonntag fanden sich die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) „Die Schranke in Nied muss weg“ an der Oeserstraße ein, um zu prüfen, wie sich das Ergebnis der Phase 1 des vierstufigen Umbauplans in der Praxis bewährt.

Obwohl die Züge erst seit Montag wieder im normalen Takt fahren und erst der Härtetest des Berufsverkehrs letzte Aufschlüsse bringen dürfte: Die Bürgerinnen und Bürger waren voll des Lobes über die neue Schrankenanlage: „Die Schranken sind kleiner, leichter, vor allem aber: Sie schließen und öffnen sich viel schneller als die alten“, stellte BI-Gründerin Heike Stoner zufrieden fest.

Die Signalanlage wiederum habe eine angemessene Lautstärke: „Laut genug, ohne zu nerven.“ Vor allem, so hat Yonas Andemicael beobachtet, „kommen die Züge jetzt schon kurz nach dem Signal – und wenn sie durch sind, gehen die Schranken gleich wieder auf.“ Die gefühlt ewige Wartezeit vor der geschlossenen Schranke könnte künftig der Vergangenheit angehören, hofft er.

Auf positive Resonanz stoßen auch die beiden Fußgängerübergänge, der eine am roten Schrankenwärterhäuschen, der andere zwischen dem Parkplatzeingang der Niddahalle und der Birminghamstraße.

Sybille Krauzig, ihres Zeichens E-Jugend-Handballtrainerin bei Eintracht Frankfurt (ehemals: SG Nied) freut sich mit Blick auf den nun breiter und klarer angelegten Weg: „Es ist richtig klasse zu wissen: Meine Kinder kommen jetzt endlich sicher über die Straße.“

Allerdings wurden BI und Nachbarschaft Zeuge zahlreicher Verkehrsverstöße: So fuhren einige Autos von der Oeserstraße kommend über die Kreuzung auf den Parkplatz der Niddahalle. Und noch viel mehr bogen – was nach der geänderten Verkehrsführung nicht erlaubt ist – von der Oeserstraße kommend links auf die Birminghamstraße ab.

Teils entgehen sie dabei nur knapp einer Kollision mit entgegenkommenden Autos. Die Anwohner Henny und Gerd Lapp beobachten das aufmerksam und glauben, dass die Stadt gut beraten sei, zumindest in den ersten Tagen Verkehrspolizisten über das Geschehen wachen zu lassen.

Das findet auch die Bürgerinitiative: „Gar nicht mal, um hier massenweise Strafzettel zu verteilen, sondern um die Autofahrer aufzuklären“, betont Peter Stoner. Und seine Frau Heike ergänzt: „Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier.“ Sie sei aber optimistisch, dass sich die Neuerungen – auch die Vorfahrt für die vom Wald kommenden Verkehrsteilnehmer:innen an der Kreuzung – „bald einschleifen werden“.

Einigkeit herrschte allerdings darüber, dass das Vorfahrtschild derzeit in zu luftiger Höhe angebracht sei, um von den Autofahrerinnen und Autofahrern bemerkt zu werden. Heike Stoner blickt nun mit Spannung der Phase 2 entgegen, dem Bau einer Fußgängerunterführung, die bis Ende 2024 fertig sein soll. 2023 werde der Bauauftrag vergeben – und sie werde darauf drängen, dass es 3-D-Pläne davon geben wird, um das Bauvorhaben für alle Betroffenen plastischer zu machen.

Das Ehepaar Angelika und Uwe Grobbecker aus Nied, das an dem Sonntag das Verkehrsgeschehen an der Kreuzung beobachtet, lobt die Arbeiten am Bahnübergang. „Die Arbeiter waren in den vergangenen Wochen unheimlich fleißig hier“, sagt Angelika Grobbecker. Bis zu 21 Arbeiter habe sie gezählt. „Und die waren teils fast Tag und Nacht im Einsatz“, hat sie beobachtet. Es habe großen Respekt davor, sagt das Ehepaar – und hegt jetzt die Hoffnung, „dass die Situation hier am Bahnübergang endlich besser wird“.

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