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Die beiden Geschäftsführer Patrick Pohl und Marvin Seifert (v.l.), hinten schaut Koch Marcus Diehl in die Kamera.

Bornheim

Nicht nur für Nerds: Neuer Gaming- und E-Sport-Pub in Bornheim

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Der neue Gaming- und E-Sports-Pub „1337 Frankfurt“ öffnet an der Burgstraße.

Mit Freunden beim Bier gemeinsam zocken oder anderen beim Spielen zuschauen, das kann man von heute an im neuen Gaming- und E-Sport-Pub „1337 Frankfurt“ an der oberen Burgstraße. Seit März hat Geschäftsführer Marvin Seifert zusammen mit drei Freunden das Lokal umgebaut und eingerichtet, in dem bis vor kurzem das Team vom Smorgas Nordisk skandinavische Spezialitäten servierte. Geplant ist, das Ambiente eines englischen Pubs mit dem Thema Spielen in allen Facetten zu verbinden.

So hat das Team eine „Streaming-Area“ eingerichtet, an der ein Gamer sitzen kann. Über einen Monitor können ihnen andere Gäste beim Zocken am Computer zuschauen und sich über einen Chat beteiligen. Geplant sei, bekannte „Streamer“ einzuladen, sagt Seifert. Auch Fans von E-Sports kommen im 1337 auf ihre Kosten. Auf fünf Displays sollen Großereignisse und Turniere von PC-Spielen gezeigt werden. Auch Brettspiele wird es geben. „Wer möchte, kann eigene mitbringen.“ Ein Brettspiele-Verein habe schon angemeldet, ihren Stammtisch im 1337 abzuhalten.

Der Gaming- und E-Sports-Pub 1337, Burgstraße 82, hat täglich von 12 bis 23 Uhr auf, freitags und samstags von 12 Uhr bis Open End. Im Inneren gibt es 50 Sitzplätze, auf der Terrasse weitere 30. Die Küche hat ab 17 Uhr geöffnet. Veranstaltungen stehen unter https://1337frankfurt.de.

Der Name 1337 steht für „Leet“, was wiederum das Ersetzen von Buchstaben durch ähnlich aussehende Ziffern und Sonderzeichen bezeichnet.

In der Multimedia-Area stehen fünf PCs samt Monitore. „Wir wollen aber nicht, dass hier einer fünf Stunden lang sitzt und zockt“, sagt Seifert. „Das kann man zuhause.“ Schließlich gehe es darum, dass sich die Besucher austauschen und miteinander reden. Der Pub sei nicht nur für Nerds oder Hardcore-Gamer gedacht, „wir sind offen für alle“. Gäste sollen im Lokal gute Erfahrungen machen können, „auch wenn sie bislang noch nichts mit der Szene zu tun hatten“.

Auf der Speisekarte stehen typische Pub-Food, sagt Seifert, „etwa Burger und Fish’n‘Chips“. Die Vorliebe für die englische Kneipenkultur komme über seine Verlobte, die aus England stammt: „Da ist es locker und meist eine super Stimmung.“ Das wünscht er sich auch für das 1337. Seifert rechnet vor allem mit Gästen zwischen 20 und 40 Jahren.

Eine erste Anfrage einer Mutter für einen Kindergeburtstag habe er schon erhalten. Ihr Sohn spiele so gerne das Computerspiel Fortnite. Doch für Kinder ist der Pub nicht gedacht, sagt Seifert. Auch Junggesellenabende seien nicht erwünscht. „Wir haben viel teure Hardware, da müssen sich die Leute zu benehmen wissen.“ Entstanden ist die Idee vor einigen Jahren. „Damals haben wir uns ständig bei einem Freund getroffen und das Computerspiel Dota 2 geschaut. Stundenlang saßen wir bei ihm und haben ihm den Kühlschrank leergegessen – das hat ihn irgendwann genervt“, sagt Seifert und lacht. „Da haben wir uns gefragt, wo wir stattdessen hingehen sollen.“ Die Idee zum Gaming-Pub war geboren.

Spielen gehört für Marvin Seifert dazu, seitdem er denken kann. Vor allem der soziale Aspekt ist ihm wichtig, „dass man mit anderen zusammen ist, das macht viel mehr Spaß als alleine zu spielen“. An der FH hat er Wirtschaftsrecht studiert und anschließend bei einer Steuerberatung gearbeitet.

Doch sein Wunsch sei schon lange gewesen, etwas eigenes aufzumachen. Zwei Jahre lang habe er an dem Konzept für den Pub gearbeitet. Den Business-Plan hat er im Rahmen seines Studiums als Bachelor-Arbeit geschrieben. Darin enthalten war auch ein Crowdfunding, über das das Team 36 500 Euro zusammengetragen hat – als Startkapital und ersten Testlauf.

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