Wohnen in Frankfurt

Neues Quartier an der Hanauer

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Die Stadt Frankfurt will das Mercedes-Areal im Ostend mit einem Bebauungsplan schneller entwickeln. Bürger bemängeln, dass auf dem Grundstück keine Schule vorgesehen ist.

Das ehemalige Mercedes-Areal an der Hanauer Landstraße soll bereits im kommenden Jahr bebaut werden. Auf der 2,9 Hektar großen Fläche soll ein Mix aus Gewerbe, Eigentumswohnungen, geförderter Wohnungsbau und eine Kita entstehen. Vertreter der Stadt und die Investoren stellten das Projekt in der Sitzung des Ortsbeirats 4 am Dienstag vor.

Finale Pläne für das Areal des Projektentwicklers Lang & Cie zwischen Hanauer, Launhardt- und Ferdinand-Happ-Straße gibt es noch nicht, sagte Karen Vogel vom Stadtplanungsamt. Das Planungskonzept sehe vor, dass zur Hanauer hin an einem neuen öffentlichen Platz Gewerbe entsteht. Großflächiger Einzelhandel sei nicht vorgesehen, auch keine Vergnügungstätten, so Vogel: „Wir wollen dort kein Halligalli.“ Denkbar seien etwa Gastronomie, aber auch ein Händler für Motorradzubehör, sagte Lang & Cie Vorstand Heinz-Günter Lang. Quer durch das neue Quartier soll ein Weg für Fußgänger und Radfahrern führen.

Der Bereich an der Ferdinand-Happ-/ Ecke Launhardtstraße soll laut Lang an die städtische ABG Holding verkauft werden. Diese plane, dort 130 bis 140 geförderte Wohnungen zu bauen. Die Hälfte als klassische Sozialwohnungen, der Rest nach dem sogenannten Mittelstandsprogramm. Zusätzlich ist dort eine vierzügige Kita vorgesehen, die auch Platz für unter Dreijährige biete.

An der Ferdinand-Happ-Straße möchte Lang & Cie zusammen mir dem Projektentwickler Wohnkompanie rund 350 Eigentumswohnungen bauen. Der Preis pro Quadratmeter werde bei 7000 Euro liegen, so Lang. Vorgesehen sei ein Mix aus großen und kleinen Wohnungen. Gebaut werde „nach den neuesten Energiestandards“.

Kritik an der Höhe der Bebauung

Um das Projekt zügig voranzutreiben, möchte die Stadt für das Areal einen eigenen Bebauungsplan aufstellen. Noch müsse offengelegt werden. Zudem fehle die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung. Der Plan beinhaltet auch die Fläche des angrenzenden Volvo-Autohauses und das Wohnhaus an der Launhardtstraße. Deren Eigentümer möchten ihre Flächen vorerst nicht entwickeln.

Das Projekt erntete nicht nur Zustimmung. Sozialbezirksvorsteherin Elsbeth Muche kritisierte, dass auf dem Areal keine Schule vorgesehen ist. Überall im Ostend werde gebaut, doch eine neue Schule sei nicht vorgesehen. Die vorhandenen „platzen jetzt schon aus allen Nähten“. Da auf dem Areal bereits eine Kita und geförderter Wohnungsbau geplant sei, habe die Stadt dem Bauherrn nicht „noch mehr aufzwängen „ wollen, so Vogel. „Das wäre unverhältnismäßig.“

Kritisiert wurde auch die zulässige Höhe der Bebauung. Der Bebauungsplanentwurf sieht siebengeschossige Gebäude mit 26 Metern vor. Einem Anwohner zufolge passe das nicht zur restlichen Bebauung, die maximal 17 Meter hoch sei.

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