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Hier zwischen Frankenallee und Mainzer Landstraße sollen Wohnungen und eine Grundschule entstehen. Die FAZ zieht ins Europaviertel.

Wohnungsbau

Neues Leben im Zeitungsviertel

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Auf dem Gelände von FAZ und Frankfurter Societät im Frankfurter Gallus sollen 650 Wohnungen und eine Grundschule entstehen. Die Arbeiten beginnen, sobald die FAZ ins Europaviertel zieht.

Das Areal der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Societät im Gallus soll sich in den kommenden Jahren in ein gemischt genutztes Viertel verwandeln. Dazu haben die FAZ und die Frankfurter Societät jetzt mit der Kölner Unternehmensgruppe Bauwens und dem Family Office Daniel Hopp ein Joint Venture gegründet, das das etwa 2,4 Hektar große Areal zwischen der Mainzer Landstraße und der Frankenallee sowie der Günderrodestraße und der Gutenbergstraße entwickeln soll. Bauwens und Hopp hatten sich nach Mitteilung der Vertragspartner als Bietergemeinschaft in einem Investorenauswahlverfahren durchgesetzt.

Wo bisher unter anderem die Zeitungsredaktionen von FAZ, Frankfurter Rundschau und Frankfurter Neue Presse arbeiten, soll nun ein urbanes Quartier namens „Hellerhöfe“ entstehen. Geplant ist ein Wohnanteil von 75 bis 80 Prozent. Rund 650 Mietwohnungen sollen entstehen, von denen 30 Prozent öffentlich gefördert werden sollen.

Die Grundstücke bieten nach Angaben der Bauherren zudem Platz für eine Grundschule und Kindertagesstätten. Die Rede ist zudem von ergänzenden wohnverträglichen Gewerbenutzungen.

Wettbewerb geplant

Die Arbeiten können beginnen, sobald die FAZ ins benachbarte Europaviertel zieht. Dort wird sie ein Hochhaus an der Europa-Allee beziehen, das nach Plänen des Berliner Architekturbüros Eike Becker entsteht. Einzug soll im Jahr 2022 sein.

Für das Areal von FAZ und Frankfurter Societät soll es nun zunächst in Abstimmung mit der Stadt einen zweiphasigen Realisierungswettbewerb geben, dessen Ergebnisse nach Mitteilung der Bauherren die Grundlage für den neuen Bebauungsplan sein sollen. Die Fertigstellung des neuen Quartiers ist für das Jahr 2027 vorgesehen.

Die bestehenden Gebäude auf dem Zeitungsareal können abgerissen werden. Nach Angaben des Planungsdezernats stehen sie alle nicht unter Denkmalschutz. Dort heißt es, man werde die Neuentwicklung des Viertels konstruktiv begleiten.

Auch nördlich der Frankenallee soll neuer Wohnraum entstehen. Die FAZ will das dem Verlag gehörende Bürogebäude Frankenallee 68-72 durch ein Wohnhaus und ein dahinter liegendes Boarding House ersetzen. Der Abriss läuft laut FAZ bereits. Die Arbeiten am Neubau, der in Holz-Mauer-Konstruktion errichtet wird, sollen im kommenden Jahr beginnen. Die Fertigstellung ist nach Angaben der FAZ für 2022 geplant.

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