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Neues Kapitel mit dem Leseclub

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Angelika Glitz bei der Eröffnung vom Leseclub in der KiTa St. Antonius. Foto: Holger Menzel
Angelika Glitz bei der Eröffnung vom Leseclub in der KiTa St. Antonius. © Holger Menzel

WESTEND In der Kita St. Antonius gibt es jetzt ein zusätzliches Angebot

Gleich in mehreren Räumen der katholischen Kindertagesstätte St. Antonius in der Bettinastraße 26 am gleichnamigen Kirchort liegen Bücher für Mädchen und Jungen thematisch sortiert auf Tischen aus – spannende Geschichten, in denen die Protagonisten und Protagonistinnen Abenteuer erleben, aber auch Sachbücher. Alles in allem 120 Titel für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren.

Diese Bücher sind Teil eines Leseclubs, den der Verein „SLSplus Chancen für Kinder“ gemeinsam mit der Stiftung Lesen in den Räumen der Kita eingerichtet hat. Seit knapp zehn Jahren hat die Stiftung bundesweit mehr als 550 solcher Leseclubs mit Schwerpunkt Grundschulen und Kitas eröffnen können. In Frankfurt sind es aktuell zwölf.

Insgesamt sechs Bücherpakete mit den 120 Buchtiteln sowie Möbel und Sitzgelegenheiten umfasst die Grundausstattung, dessen Gesamtkosten Projektleiterin Gabriele Immel mit 5000 Euro beziffert. „Ein Leseclub wird auf drei Jahre gefördert“, sagt sie. Mit zusätzlichen 1500 Euro können in den kommenden Jahren weitere Bücher gekauft werden.

Sich für Kinder zu engagieren, das ist Christiane Leonhardt ein großes Anliegen. Sie ist Gründerin und Vorsitzende des 2017 ins Leben gerufenen Vereins und seit Sommer vergangenen Jahres zudem Kinderbeauftragte für das nördliche Westend. Ziel sei es, Mädchen und Jungen die gleichen Chancen auf frühe Bildung und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen – etwa mit Vorleseaktionen in Kindergärten und Grundschulen. Eine solche hat zur Eröffnung des Leseclubs stattgefunden, mit Kinderbuchautorin Angelika Glitz, die aus ihrem Werk „Henri und die Sache mit dem Bären“ vorgelesen hat.

Der Leseclub sei ein bewusst niedrigschwelliges Angebot, mit dem „die Stiftung Lesen frühzeitig die Begeisterung für Bücher wecken und das Lesen mit positiven Erfahrungen verknüpfen“ möchte, beschreibt Gabriele Immel die Intention.

Was jetzt noch fehlt, ist die Möbelausstattung. Wegen Lieferschwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie habe sich dies verzögert, nennt Immel den Grund. Neben der Betreuung durch ehrenamtliche Leseclubbetreuer:innen sollen regelmäßig auch Kinderbuchautor:innen eingeladen werden. „Wir möchten damit möglichst viele Mädchen und Jungen und ihre Familien ansprechen, nicht nur die, die im Stadtteil leben“, so Leonhardt.

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