Endlich kann der Einzug erfolgen: Wehrführer Tobias Schwab (rechts) und sein Stellvertreter Tobias Schmitz stehen vor dem neuen Feuerwehrhaus Heddernheim in der Hessestraße. 
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Endlich kann der Einzug erfolgen: Wehrführer Tobias Schwab (rechts) und sein Stellvertreter Tobias Schmitz stehen vor dem neuen Feuerwehrhaus Heddernheim in der Hessestraße.  

Heddernheim

Neues Heim für Heddernheimer Brandschützer

  • vonJudith Dietermann
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Die Freiwillige Feuerwehr bezieht ihr 2,9 Millionen Euro teures Gerätehaus in der Hessestraße. Seit 2010 hat die Stadt nach einem neuen Standort gesucht.

Ein wenig verloren sehen Tobias Schwab und Tobias Schmitz aus, Wehrführer und Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Heddernheim, wie sie da vor ihrem neuen Heim stehen. Das mag zum einen daran liegen, dass die Feuerwache am Gleisdreieck an der Hessestraße noch nicht in Gänze bezogen ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die beiden Brandlöscher bislang ganz andere Dimensionen gewohnt sind. Denn mit der bisherigen engen Wache in der Dillgasse hat die neue kaum noch etwas gemein. „Dass wir jetzt beim Ausrücken die Seitenspiegel nicht mehr einklappen müssen, ist klasse“, nannte Tobias Schwab bei der gestrigen Eröffnung nur einen der zahlreichen Vorteile.

2,9 Millionen Euro kostete der Neubau. Binnen eines Jahres wurde aus einem bislang brachliegenden Grundstück der neue Stützpunkt. Pünktlich zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr (die FR berichtete).

Damit ging der Bau deutlich schneller vonstatten als die Grundstückssuche. Denn dass es in der Dillgasse, wo gerade einmal zwei Fahrzeuge Platz haben, zu eng ist, darauf wies der Ortsbeirat 8 bereits 2010 hin. Und begleitete die Suche nach einem Standort stets und nachdrücklich. Schwierig und aufwendig gestaltete sich die Suche nach einem einsatztaktisch geeigneten Grundstück aufgrund der hohen Baudichte in Heddernheim.

Langwierige Verhandlungen

Nach langwierigen Verhandlungen mit seinen Magistratskollegen des Verkehrs- und Planungsdezernats fand Feuerwehrdezernent Markus Frank (CDU) schließlich eine passende Lösung: Ein Grundstück, dass der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) gehört, ging in Erbpacht für 99 Jahre an die Feuerwehr. Nach der Klärung etlicher baurechtlicher Fragen konnten im Frühjahr vergangenen Jahres endlich mit dem Bau begonnen werden.

„Das Warten hat sich gelohnt“, sagte Stadtrat Frank bei der symbolischen Schlüsselübergabe. Er freue sich, dass die Freiwillige Feuerwehr nun eine Unterkunft habe, die den heutigen Standards entspricht.

Das zweistöckige Gerätehaus ist viel großzügiger und entspricht damit den mittlerweile deutlich größeren Fahrzeugen und jetzigen baulichen Vorgaben. In der Fahrzeughalle ist Platz für drei Einsatzfahrzeuge, die Tore liegen an der Hessestraße, auf der Rückseite des Gebäude führt die U-Bahn-Trasse vorbei. Im Erdgeschoss sind Umkleideräume und eine Werkstatt untergebracht, oben Büros, Schulungsräume sowie eine Küche.

Der Hof, der in der Dillgasse quasi nicht vorhanden ist, ist am neuen Standort so groß, dass alarmierte Einsatzkräfte ohne Zeitverzug parken können. Und: Jugend- und Minifeuerwehr können üben. „Wie gut geübt und wie schnell ausgerückt werden kann, hat natürlich auch Auswirkungen für unsere immer noch wachsende Stadt“, sagte Frank. Das neue Gerätehaus in Heddernheim sei ein wichtiger Baustein der Sicherheitsarchitektur in Frankfurt.

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