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In Frankfurt gibt es so viele Schülerinnen und Schüler wie nie: rund 103 000.
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In Frankfurt gibt es so viele Schülerinnen und Schüler wie nie: rund 103 000.

Rekordzahl an Schülerinnen und Schülern

Schulen in Frankfurt: Neues Gymnasium eröffnet 2022

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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Ein neues Gymnasium wird im Süden entstehen, denn die Zahl der Schülerinnen und Schülern steigt weiter. Und wegen der Pandemie können Klassenfahrten derzeit nicht stattfinden.

Frankfurt - Im nächsten Schuljahr soll in der Bildungsregion Süd ein neues Gymnasium eröffnen. Derzeit werde eine Planungsgruppe für das Gymnasium Süd zusammengestellt, sagte Evelin Spyra, die Leiterin des Staatlichen Schulamts Frankfurt, am Freitag (03.09.2021). „Sie entwickelt ein pädagogisches Konzept für diese Schule, die dann ein Jahr später aufmachen wird.“

Wo das Gymnasium angesiedelt sein wird, ist noch nicht bekannt. Derzeit liefen noch Prüfungen und interne Abstimmungen von zu nutzenden Flächen und Gebäuden, sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). „Wenn diese abgeschlossen sind, werden wir die Öffentlichkeit informieren.“ Aber es sei fest geplant, die Schule im nächsten Jahr zu eröffnen.

Neues Gymnasium eröffnet 2022 in Frankfurt

Und der Bedarf ist da. Denn die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Frankfurt steigt weiterhin. Nach einer Prognose für das vor wenigen Tagen begonnene Schuljahr gibt es nun etwa 103.000 Schülerinnen und Schüler in der Stadt. „Das ist eine Steigerung von einem Prozent“, sagte Spyra. So viele Schülerinnen und Schüler gab es noch nie in Frankfurt, 1859 mehr sind es als im vorigen Jahr.

Ein neues Gymnasium im nächsten Jahr „brauchen wir“, sagte Carine Kleine-Jänsch, Spyras Stellvertreterin. „Die Schulen sind voll ausgelastet.“ Gymnasien und kooperative Gesamtschulen hätten in diesem Jahr über ihre eigentlichen Kapazitäten hinaus Schüler:innen aufnehmen und zwölf Klassen mehr im Jahrgang fünf bilden müssen. „Das zeigt, dass wir eigentlich den Mehrbedarf von zwei Gymnasien haben, wenn das Wahlverhalten der Eltern und das Bevölkerungswachstum so bleiben.“

Die Zahl der Schüler:innen steigt aber nicht nur an den Gymnasien, sondern auch an Grund- und Gesamtschulen. An Haupt- und Realschulen hingegen sinkt sie. Und das nicht erst seit diesem Jahr. „Man sieht deutlich, dass der Trend zur integrierten Gesamtschule geht“, sagte Kleine-Jänsch. Und das Schuljahr beginnt auch mit weniger Schüler:innen in den Förderschulen. „Das erklärt sich dadurch, dass die Inklusion zunimmt“, sagte Spyra. Mehr Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchten nun eine Regelschule. Auch in den Berufsschulen ist die Zahl der Schüler:innen leicht rückläufig. „Das hat möglicherweise mit Corona zu tun“, sagte Kleine-Jänsch. Manche Branchen hätten Ausbildungsstellen vielleicht zurückhaltender zur Verfügung gestellt.

Zahl der Schülerinnen und Schüler

Rund 68.300 Schülerinnen und Schüler besuchen voraussichtlich in diesem Schuljahr in Frankfurt eine öffentliche allgemeinbildende Schule. Mit Privat- und Berufsschülern sind es etwa 103.000. 6450 Kinder wurden eingeschult, 6700 sind in die Jahrgangsstufe 5 gewechselt.

Entwicklung der Zahl an Schülerinnen und Schülern an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen: Grundschulen 25.156 (+778 im Vergleich zum Vorjahr), Hauptschulen und -zweige 1259 (-39), Realschulen und -zweige 5560 (-99), G9-Gymnasien 14 726 (+813), G8-Gymnasien 1759 (+63), IGS 9913 (+325), Förderschulen 1790 (-228).

Privatschulen werden von 7623 Schülerinnen und Schülern besucht. Auf Berufsschulen gehen 27 347 Schülerinnen und Schüler.

220 Lehrkräfte wurden für das Schuljahr 2021/2022 neu eingestellt. sabu

Schulen in Frankfurt: 55 neue Corona-Fälle nach der ersten Schulwoche

Die Pandemie hat mit Testungen und Maskenpflicht weiterhin Auswirkungen auf den Schulbetrieb. Bilanz nach der ersten Schulwoche: „Alles ist sehr ruhig angelaufen“, sagte Spyra. 55 positive und durch PCR-Tests bestätigte Fälle habe es bisher gegeben. „Das ist eine verschwindend geringe Quote bei 103.000 Schülerinnen und Schülern.“ Spyra hofft, dass „wir das ganze Schuljahr in Präsenz verbringen können“.

Sollte es aus Pandemiegründen zu Wechsel- oder Distanzunterricht kommen müssen, sieht sie die Frankfurter Schulen gut aufgestellt. „Wir sind Lichtjahre weiter als vor eineinhalb Jahren.“ Laptops für die Lehrkräfte lieferte die Stadt etwa gerade an die Schulen aus, die unter anderem für den Distanzunterricht genutzt werden könnten. Und durch die Impfungen standen am Ende des vorigen Schuljahrs nur noch drei Prozent der Lehrkräfte nicht für den Präsenzunterricht zur Verfügung, weil sie zur Risikogruppe gehören.

Doch die Inzidenzen steigen und wirken sich auch auf die Schulen aus. So können Klassenfahrten derzeit nicht stattfinden. In einem Erlass vom Juni 2021 steht, dass zum Zeitpunkt der Reise die Inzidenz im Ausgangs- und Zielgebiet nicht über 100 liegen darf. Den Wert hat Frankfurt überschritten. „Wir gehen davon aus, dass es zügig einen neuen Erlass aus dem hessischen Kultusministerium geben wird“, sagte Spyra. Es werde bald Änderungen geben. (Sandra Busch)

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