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Zentrumsleiterin Daphna Baum (vorn) gibt auch Kurse in der Einrichtung.
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Zentrumsleiterin Daphna Baum (vorn) gibt auch Kurse in der Einrichtung.

Jüdisches Leben

Neues Familienzentrum im Frankfurter Westend

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Die Jüdische Gemeinde Frankfurt gründet einen Ort für Eltern und Kinder. Im Familienzentrum gibt es Beratungen, Kurse und Begegnungsmöglichkeiten.

Der Raum der Tagespflege sieht aus, wie ein Raum eben aussehen muss, wenn Kinder darin spielen. Ein paar Spielsachen liegen noch auf dem Boden, Bilderbücher sind aufgeblättert, und einige Kisten warten noch darauf durchstöbert zu werden. Im großen Kursraum einige Meter weiter wird bald ein englischsprachiges Angebot für junge Eltern beginnen. Die Nachfrage beim neu gegründeten Familienzentrum im Westend ist bereits da.

Seit Juni können Familien die Angebote der Einrichtung in der Westendstraße bereits nutzen. Die jüdische Gemeinde Frankfurt hat das Familienzentrum gegründet, um Eltern und Kindern eine Anlaufstelle zu bieten. Bereits ab der Schwangerschaft bis zur Grundschulzeit können unterschiedliche Aktivitäten genutzt oder Beratungsangebote in Anspruch genommen werden. „Es ist deutschlandweit das erste Familienzentrum unter jüdischer Trägerschaft“, sagt Benjamin Graumann, Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde Frankfurt.

Bisher habe es außer offenen niedrigschwelligen Angeboten kein komplettes Portfolio für kleine Kinder in der Gemeinde gegeben. Diese Lücke im Angebot wollte der Vorstand unbedingt schließen, auch weil der Beratungsbedarf für junge Familien einfach da sei. Die Pandemie habe diese Bedürfnisse nochmals verstärkt.

Angebot für alle Familien

Ab dem kommenden Jahr wird das Zentrum auch offizielle Familienbildungsstätte sein. Die Stadt Frankfurt fördert die Arbeit dann mit 20 000 Euro pro Jahr. Die Angebote der Einrichtungen seien nicht nur für Familien aus der jüdischen Gemeinde, sondern für alle Familien vor Ort, betont Leiterin Daphna Baum.

Auf 140 Quadratmetern bietet das Zentrum eine Vielzahl von Angeboten - vom Babytreff und Elterncafé über Hebammensprechstunde, Spielgruppen und Familiensonntage bis zu Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskursen. „Wir bieten das an, was die Eltern sich wünschen“, sagt die Leiterin und freut sich auf die Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Schlussendlich sollen die Räumlichkeiten auch ein Ort zum Ankommen, sich begegnen und austauschen sein.

Benjamin Graumann sieht die Gründung des Zentrums auch als ein starkes Signal der Gemeinde an. Mit der Investition in die Jüngsten investiere man auch in die Zukunft. Diese solle in Frankfurt sein. Das Familienzentrum soll den Zusammenhalt der jüdischen Gemeinde stärken, aber eben auch den mit der Stadtgemeinschaft, deren Teil man sei.

Infos zu allen Angeboten gibt es per E-Mail an familienzentrum@jg-ffm.de oder unter Tel. 069/76 80 36 470 und 0157/80 50 84 40.

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