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Julian Ploch im dritten Café von Hoppenworth & Ploch, das heute am Markt 22 eröffnet.

Frankfurt

Frankfurt: Neues Café in der Altstadt

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In den Cafés von Hoppenworth & Ploch gibt es nur Kaffee aus ihrer eigener Rösterei. Am heutigen Donnerstag eröffnen die beiden Frankfurter Macher ihren dritten Laden.

Julian Ploch trägt eben noch die Geschirrspülmaschine rein, als Passanten bereits neugierig durch die Scheiben schauen. Manche laufen auch einfach mal rein in den neuenLaden in der Neuen Altstadt. Einen Tag vor der Eröffnung gibt es draußen nur einen dezenten Hinweis, der Aufschluss gibt. Auf der Glastür steht: „Hoppenworth & Ploch. Craft Coffee.“ Ab heute 8 Uhr kann man hier Kaffeespezialitäten genießen.

Drinnen sitzt man auf Sitzbänken, die einen coolen und ungewöhnlichen Bezug haben. Das Muster erinnert etwas an „Safari-Look“. 20 Sitzplätze gibt es. Oder man trinkt seinen Espresso oder Filterkaffee an der langen Regal-Theke. Draußen kann man sich auf 16 Holzstühlen unweit des Stoltze-Brunnens niederlassen.

Die beiden Macher Julian Ploch und Matthias Hoppenworth haben sich schon lange einen Namen in der Kaffee-Szene gemacht. Es ist bereits ihr drittes Café. Aber das erste in der Innenstadt. „Das Café in der Altstadt ist so etwas wie ein Aushängeschild in die weite Welt“, sagt der 36-jährige Ploch. Er gibt an diesem Tag allein das Interview, weil Hoppenworth verreist ist.

Bald auch Frühstück im Angebot

Angefangen haben er und sein Kumpel am Ende ihres Studiums mit ihrem Café auf dem Campus Westend der Goethe-Uni. Das war Ende 2008. Ploch studierte Biochemie, Hoppenworth Volkswirtschaftslehre. Beide verband die Leidenschaft für guten Kaffee. „Als wir merkten, dass unser eigener Kaffee, den wir im Studentenwohnheim zubereiteten, besser schmeckte, als der, den wir in Cafés bekamen, dachten wir: „Wir sollten das vielleicht beruflich machen.’“ Anfangs hätten sie nur gewusst, wie man eben einen guten Espresso macht, aber Organisation und alles, was zur Gastronomie gehört, mussten sie erst lernen. Sie lernten auch bald, ihren eigenen Kaffee zu rösten. Zunächst im Stern-Café, später in der eigenen Rösterei. Den Kaffee verkaufen sie auch mittlerweile an andere Gastrobetriebe. Zudem betreiben sie einen Online-Handel. Bislang war ihre Rösterei an der Friedberger Landstraße im Nordend, wo sie 2014 auch ihr zweites Café eröffneten. „Aber da wurde es zu eng. Wir ziehen diese Woche mit unserer Rösterei nach Sachsenhausen auf 450 Quadratmeter“, erzählt Ploch.

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Das Besondere an ihrem Kaffee sei nicht nur, dass dieser vor Ort von Baristas zubereitet werde. „Wir kaufen auch nur sehr hochwertigen Rohkaffee ein. Diesen rösten wir hell, so kann man die Ursprungsaromen besser rausschmecken.“ Sie seien auch die ersten gewesen, die in Frankfurt die „Third-Wave“-Kaffeebewegung verfolgten: So arbeiten sie mit Rohkaffeehändlern zusammen, die einen direkten Kontakt zu den Farmern pflegen.

Im Regal stehen die eigenen Röstungen: Ein Kilo des Silver- Blend-Espressos gibt es für 23,90 Euro. Auch die typischen henkellosen Hoppenworth & Ploch-Tassen von der Frankfurter Töpferei Hartmud kann man kaufen. Cappuccino bekommt man für 3,40 Euro. Ploch steht aus Zeitgründen kaum noch selbst am Tresen. 60 Mitarbeiter gehören mittlerweile zum Team. Es gibt sogar ein eigenes Backteam für die selbstgemachten Kuchen: Besonders beliebt seien Matcha-Cheesecake und der vegane Peanutbutter-Schokokuchen. „Bald bieten wir hier Frühstück an. Da wird es auch selbstgemachtes Granola geben.“ Zudem soll das Café voraussichtlich in zwei Monaten abends zur Weinbar werden.

Hoppenworth & Ploch, Markt 22, Montag bis Freitag 8 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 19 Uhr.

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