+
Eines der Gebäude, die den Neubauten an der Frankfurt School of Finance weichen sollen.

Wohnen in Frankfurt

Neuer Wohnraum für Studenten

  • schließen

An der Frankfurt School of Finance in Nordend entstehen 1100 Apartments. 400 von ihnen sollen zu einem jetzt schon festgelegten Preis vermietet werden.

An der Frankfurt School of Finance & Management sollen bis Ende 2023 rund 1100 Apartments entstehen, von denen mehr als 80 Prozent an Studierende vermietet werden. Das hat die private Wirtschaftsuniversität am Freitag mitgeteilt.

Die Apartments sollen in einer Wohnanlage mit etwa 39 000 Quadratmetern Fläche Platz finden, die auf dem Grundstück Adickesallee 36-38 entstehen soll. Die an die Frankfurt School angrenzende Fläche hat die Hochschule an die Commerz Real verkauft. Diese will das Projekt mit Hilfe des auf Wohnanlagen spezialisierten Entwicklers „i Live“ realisieren. Dieser wird auch als Betreiber fungieren.

Frankfurt: Arbeiten sollen Anfang 2021 beginnen

Die Arbeiten sollen Anfang 2021 mit dem Abriss der Bestandsgebäude beginnen. Zwei ehemalige Gerichtsgebäude werden derzeit als Studierendenwohnheime mit zusammen 244 Plätzen genutzt. Ein weiteres Gebäude dient derzeit als Büro.

Die Frankfurt School hat mit Commerz Real vereinbart, dass 400 der neuen Apartments zu einem festgelegten Mietpreis an ihre Studierenden vermietet werden. Wie die FR auf Anfrage erfuhr, werden diese etwa 20 Quadratmeter groß sein und etwa 600 Euro Miete pro Monat kosten. 140 Apartments sollen öffentlich gefördert werden. Diese werden für eine Warmmiete von 350 Euro im Monat zu haben sein. Außer freifinanzierten Apartments entstehen der Mitteilung nach ein Hotel mit etwa 120 möblierten serviced Apartments für Seminarteilnehmer und ein Fitnessstudio. Die Studierenden, die in den bisherigen Gebäuden leben, werden laut Frankfurt School während der Arbeiten in Frankfurt oder einem Wohnheim von „i Live“ in Offenbach unterkommen können.

Frankfurt: Neuen Campus aus eigenen Mitteln finanziert

Insbesondere internationale Studierende hätten auf dem extrem angespannten Wohnungsmarkt in der Region kaum eine Chance, eine Wohnung oder ein WG-Zimmer zu finden, sagt Frankfurt-School-Präsident Nils Stieglitz. Das Angebot der Wirtschaftsuniversität reiche derzeit nicht aus, um der großen Nachfrage gerecht zu werden.

Den Bau des neuen Campus, der etwa 110 Millionen Euro kostete, hatte die Frankfurt School nach eigenen Angaben vollständig aus eigenen Mitteln finanziert. Sie verfüge aber nicht über die Investitionskraft für ein weiteres großes Baugebiet, sagt Kanzlerin Karolina Kristic. Sie wolle sich zudem mit aller Kraft ihren Kernthemen widmen.

Wenn studentischer Wohnraum mit angemessenen Mieten entstehe, sei das erfreulich, sagt der Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD), Mark Gellert, auf Anfrage. Die Entwicklung auf dem Areal passe zudem gut zu den Plänen für eine Campusmeile. Diese hat zum Ziel, dass sich die Institutionen am nördlichen Alleenring von der Fachhochschule, über die Nationalbibliothek und die Frankfurt School zum Campus Westend der Goethe-Uni stärker vernetzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare