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Sachsenhausen

Neuer Wohnraum ohne Flächenfraß

In der Fritz-Kissel-Siedlung entstehen durch Aufstocken bestehender Gebäude 82 neue Wohnungen

Wie neue Wohnungen schaffen, wenn auch die Flächen für Neubauten knapp sind? Eine Lösung kann sein, in die Höhe zu bauen. In der Fritz-Kissel-Siedlung sind auf den Dächern des Viertels auf diese Weise nicht nur neue Wohnungen entstanden, sondern durch neue Photovoltaik-Anlagen auch klimafreundlicher Strom für den Bedarf vor Ort. Die Aufstockung der Siedlung durch das hessische Wohnungsunternehmen Naussauische Heimstätte ist nun weitgehend abgeschlossen.

Von außen ist den insgesamt 14 Mehrfamilienhäusern in der Breslauer Straße und an der Mörfelder Landstraße kaum anzusehen, dass ein weiteres Vollgeschoss ergänzt wurde. Im Ziegelhüttenweg kamen sogar zwei Stockwerke hinzu. „Durch die Holzmassivbauweise hatten wir eine deutlich verkürzte Bauzeit im Vergleich zur herkömmlichen Bauart zur Aufstockung von Häusern“, sagt Monika Fontaine-Kretschmer, Geschäftsführerin der Nassauischen Heimstätte. „Der Baubeginn war im letzten September. Jetzt sind wir nach nur neun Monaten Bauzeit planmäßig fertig geworden“. Insgesamt sind in der Siedlung so 82 Wohnungen entstanden.

Damit der neu geschaffene Wohnraum auch bezahlbar ist, sind 30 Prozent der Wohnungen sozial gefördert. Auf die soziale Mischung komme es an, sagt Fontaine-Kretschmer. Ohne Versiegelung seien so in einer innenstadtnahen Lage bezahlbarer Wohnraum für die Mieter:innen entstanden.

Und auch für Ökostrom ist gesorgt. „Damit klimafreundliche Stromversorgung ebenfalls für alle erschwinglich ist, erhalten die Mehrfamilienhäuser nun Mieterstrom von der hauseigenen Photovoltaik-Anlage“, sagt Diana Rauhut von Mainova.

Der Energieversorger hat in Kooperation mit der Nassauischen Heimstätte die Dachflächen gepachtet, um die Solarstromanlagen zu finanzieren und zu betreiben. „Wir wollen, dass alle Menschen an der Energiewende teilnehmen können.

Wenn der umweltfreundliche Strom auf dem eigenen Dach produziert wird, reduzieren sich auch die Nebenkosten deutlich“, sagt die Mainova-Vorständin. Auf Bestandsmieterinnen und Bestandsmieter komme keine Mieterhöhung zu. Im Viertel ist zudem ein ebenfalls modulares Parkhaus geplant. Auch dessen Dach soll mit von Photovoltaik-Anlagen Öko-Strom produzieren.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) unterstützt den neuen Weg: „Die Wohnungsnot ist mehr als deutlich zu spüren. Die Aufstockung und die Photovoltaikanlagen in der Fritz-Kissel-Siedlung können eine Antwort geben auf das, was die Stadt jetzt braucht. Wir haben massenhaft Dachflächen, die in Zukunft umgerüstet werden können.“ Dadurch werde Klimaschutz mit sozialem Wohnungsbau verbunden, so Feldmann.

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