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Kriminaldirektor Alexander Löhr hat die Leitung der Polizeidirektion im Hochtaunus übernommen.
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Kriminaldirektor Alexander Löhr hat die Leitung der Polizeidirektion im Hochtaunus übernommen.

Hochtaunus

Neuer Polizeichef im Hochtaunus setzt verstärkt auf Prävention

  • VonAnke Hillebrecht
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Kriminaldirektor Alexander Löhr hat in Frankfurt große Einsätze koordiniert.

Autos brannten und Steine flogen, als im März 2015 die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt eröffnet wurde. Die Einsatzkräfte der Polizei befanden sich mitten in den Krawallen. Alexander Löhr war dabei; dieser Einsatz ist ihm „aufgrund der Dimension und der Gewaltbereitschaft von Teilen der Teilnehmer“ nach wie vor präsent. Aus dem gleichen Grund erinnert er sich auch an die Maßnahmen wegen des Ausbaus der A49 im Dannenröder Forst im vergangenen Jahr.

Großstadt-Einsätze kennt Löhr, der seit 2003 im Frankfurter Präsidium tätig war (siehe Box). Jetzt steht der 47-Jährige aus dem Usinger Land an der Spitze der Polizeidirektion Hochtaunus. Zu ihr gehören die vier Polizeistationen Bad Homburg, Oberursel, Königstein und Usingen, die Regionale Kriminalinspektion in Bad Homburg sowie der Regionale Verkehrsdienst.

Löhr folgt Antje van der Heide nach, die die Leitung der Polizeidirektion Wetterau in Friedberg übernommen hat. Sie war seit Sommer 2015 Leiterin der Direktion gewesen, deren Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sich seither übrigens nicht wesentlich verändert hat – es sind um die 300.

Zufrieden mit Umfeld

Als Angehöriger des höheren Polizeivollzugsdienstes ergebe es Sinn, sowohl örtlich als auch inhaltlich verschiedene Funktionen auszuüben, erläutert Löhr – deshalb freue er sich über die Verwendung im Hochtaunus. Er habe in Bad Homburg „ein engagiertes Umfeld mit motivierten und professionellen Mitarbeitern vorgefunden“.

Dabei liegt Löhr das Thema Prävention besonders am Herzen – vor allem, wenn die Täter:innen Kinder oder ältere Menschen zu Opfern machen wollen. Auch auf den „digitalen Kriminalitätsraum“ will der neue Leiter ein besonderes Auge haben. „Nicht nur rechtlich und kriminalistisch sollte der Fokus immer zunächst auf der Verhinderung von Straftaten liegen“, findet er. Mit dem hessischen Landesprogramm Kompass gebe es bereits ein wirksames Instrument, und auch die Zusammenarbeit der einzelnen Akteur:innen im Hochtaunuskreis bewerte er positiv. „Dies auszubauen und die Zusammenarbeit mit den Kommunen weiterhin auf diesem Niveau zu begleiten ist daher eines meiner Ziele, um für die Bürger:innen im Hochtaunuskreis subjektiv und objektiv ein sicheres Lebensumfeld zu gestalten.“ Auch die „Schutzmänner/Schutzfrauen vor Ort“ sieht er als wertvolle Basis, um neben der objektiven Sicherheitslage auch das subjektive Sicherheitsgefühl in den Kommunen weiter zu stärken.

Ein typischer Arbeitstag beginnt für Löhr denn auch mit einem Rückblick auf die vergangenen Stunden oder das vergangene Wochenende. „Wir schauen, was sich an Straftaten oder besonderen Einsätzen zugetragen hat, ob bereits alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet wurden“ oder was noch zu tun sei, berichtet er. Zudem beschäftigen ihn üblicherweise Besprechungen für kommende Einsätze oder organisatorische Maßnahmen.

Anders also als bei den Kommissaren der Fernsehreihe „Tatort“, die viele Bürgerinnen und Bürger vor Augen haben, wenn sie „Polizeichef“ hören. Löhr mag den „Tatort“ selbst und guckt ihn sonntagsabends ganz gerne, „auch wenn ich durch meinen Beruf als Zuschauer ein wenig vorbelastet bin“. Ein richtiges Lieblingsteam habe er aktuell nicht, „ich schaue auch ganz gerne die alten ,Tatorte‘ in der Mediathek“ – besonders gern den aus Duisburg.

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