Ende 2018 wurde die Skulptur an der Friedberger Anlage / Allerheiligentor demontiert.

Frankfurt-Ost

Neuer Platz für die Liebe gesucht

Die Skulptur der Frankfurter Künstlerin Cornelia Heier soll künftig Plätze im Frankfurter Osten aufwerten. 

Die Skulptur „Liebe“ der Frankfurter Künstlerin Cornelia Heier soll in Bornheim oder im Ostend aufgestellt werden. Der Ortsbeirat möchte vom Magistrat prüfen lassen, ob der Schriftzug künftig vorübergehend auf dem Ernst-May-Platz in der Wendeschleife der Straßenbahnlinie 14 oder auf dem Ernst-Achilles-Platz unweit des Ostbahnhofs platziert werden kann. Dafür hat sich das Gremium in seiner jüngsten Sitzung einem Antrag der Grünen folgend mehrheitlich ausgesprochen.

Ende vergangenen Jahres waren die fünf mannshohen Buchstaben an der Ecke Allerheiligentor/Friedberger Anlage nach sechs Jahren demontiert worden. Seitdem sind sie eingelagert und werden aufgearbeitet. Die Künstlerin selbst hat die neuen Standorte vorgeschlagen. Beide seien eher unscheinbare Orte, die durch die Skulptur „aufgewertet und sichtbar“ gemacht werden könnten, sagt Cornelia Heier auf Anfrage.

Das sieht auch der Ortsbeirat so. Für beide Flächen könne der Schriftzug „Liebe“ eine Bereicherung sein, sagt Antragssteller Hermann Steib (Grüne).

Heier bevorzugt den Ernst-May-Platz. Schließlich werde in diesem Jahr der 100. Geburtstag des Bauhausstils gefeiert, da passe die Skulptur mit ihren einfachen Formen gut dazu. Zudem könne die Wiese inmitten der May-Siedlung eine Aufwertung vertragen. „Eigentlich ist das kein Platz“, sagt die Künstlerin, da er nicht genutzt werde. Das Geschehen finde nur in den Straßenbahnen statt, die die Fläche umrundet – und am Kiosk.

Standort für ein Jahr

Nicht weniger geeignet für die „Liebe“ sei der Ernst-Achilles-Platz. Der Namensgeber, der ehemalige Direktor der Frankfurter Branddirektion, sei zu Lebzeiten als führender Brandschutzexperte weit über Frankfurt hinaus gefragt gewesen, so Heier. Zwischen Hanauer Landstraße und Ostbahnhofstraße gelegen sei der kleine Platz jedoch „völlig daneben“ und könne durch die Skulptur zumindest temporär in den Vordergrund gerückt werden.

Wünschenswert sei es, wenn die Skulptur wenigstens ein Jahr an einem der Plätze stehen könne, so Heier, da der Auf- und Abbau aufwendig sei. Die Künstlerin hat die „Liebe“ vor etwa zehn Jahren geschaffen. Zuerst stand sie am Parlamentsplatz, später in der Eschenheimer Anlage und an der Adickesallee.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare