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Eineinhalb Jahre wurde an dem 90 Quadratmeter großen Bau gearbeitet.
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Eineinhalb Jahre wurde an dem 90 Quadratmeter großen Bau gearbeitet.

Frankfurter Berg

Neuer Glanz in Weiß und Schwarz

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Die Bethaniengemeinde hat am Samstag ihr neues Domizil eröffnet. Das Gebäude am Wickenweg soll ein Treffpunkt für den Stadtteil sein.

Das schwarze Dach des neuen Gemeindehauses der evangelischen Bethaniengemeinde funkelt am Samstag. Die Beschichtung aus Quarzsand reflektiert die Sonnenstrahlen. Das weiße Gebäude erstrahlt neben der Bethanienkirche am Wickenweg. 1,2 Millionen Euro hat der Evangelische Regionalverband dafür investiert. Eine großzügige Fensterfront, die über die komplette Breite des Baus führt und bis zum Boden reicht, gibt den Blick auf die Kirche frei. Der Kontrast zum Gotteshaus, das als sogenannte Notkirche nach Ende des Zweiten Weltkriegs in „Holzskelettbauweise“ erbaut worden ist, könnte kaum größer sein.

Pfarrer Joachim Winkler begrüßt dort die Gemeindemitgliedern zum Festgottesdienst. „Für mich war es wichtig, dass ein neuer Raum für Begegnungen entsteht.“ Das Gemeindehaus solle „ein Zusammenkommen der Menschen im Stadtteil ermöglichen“. Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) freut sich über das Angebot. „Räumlichkeiten, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind, sind Gold wert.“ Insbesondere, weil das Quartier kein eigenes Bürgerhaus habe.

Eineinhalb Jahre wurde am neuen Gemeindehaus gebaut. Ehrenamtliche der Gemeinde haben dafür einen Bau-Ausschuss unter Leitung des Kirchenvorstands-Vorsitzenden Guido Firle gebildet und ein Architekten-Büro mit der Umsetzung beauftragt. Winkler sagt: „Ich bin stolz auf diese Gemeinde.“ Die Ausschuss-Mitglieder hätten „viel Zeit und Verhandlungsgeschick“ investiert.

„Das Glitzerdach sieht man schon von weitem“, sagt Katharina Wirtz. Das sei neben dem „geschwungenen Dach“ beim ersten Anblick das für sie Auffälligste gewesen, sagt die 34-Jährige. Als „sehr schön modern, freundlich und offen“, mit einem „einladenden Vorhof“ beschreibt sie das neue Ambiente. Die „gerade Fläche“ und „Bepflanzung“ vor dem Gemeindehaus lobt auch Gudrun Weiland. Sie schätzt vor allem, dass der Neubau barrierefrei ist. Neben einem Treppenaufgang gelangen Besucher über eine Rampe auf den Kirchhof. „Die schönen, hellen Räume reichen für uns“, sagt die 72-Jährige. Prodekan Holger Kamlah greift diesen Punkt in seiner Predigt auf. Er spricht von einer „Veränderung im Gebäudebestand“. Kirchhäuser würden kleiner gebaut, weil „wir weniger werden“.

90 Quadratmeter Fläche bietet das neue Domizil. Neben einem großen Saal gibt es einen Sitzungsraum, Küche, Toiletten und zwei Büros. „Alle Räume sind miteinander verbunden“, stellt Annika Peglow bei ihrer ersten Besichtigung fest. Die 18-Jährige ist in der Kirchengemeinde groß geworden. Sie trauert dem alten Gebäude, das für das neue abgerissen wurde, ein wenig nach. „Es hatte Charakter.“ Sie sei noch unentschieden, ob ihr Alt oder Neu besser gefalle. Für sie hätten die verwinkelten, weißen Räume etwas „Cleanes, Steriles“. Malte Kahler sagt: „Ich bin Kirchenräume eher dunkel gewöhnt.“ Dem 18-Jährigen gefallen besonders die „hellen und sauberen Räume“.

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