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Einst ein beliebter Treffpunkt: das Stadionhotel.
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Einst ein beliebter Treffpunkt: das Stadionhotel.

Hotels in Frankfurt

Neuer Glanz für Hotel am Waldstadion

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Das seit Jahren leerstehende Hotel am Waldstadion soll hergerichtet werden. Zu viel Luxus sollte dort aber niemand erwarten. Vor allem Flugbegleiter und womöglich auch Kapitäne sollen dort wohnen.

Wer bei Google die Begriffe „Stadionhotel“ und „Frankfurt“ eingibt, bekommt zunächst einmal ein paar Angebote für Übernachtungen angezeigt. Zum Beispiel im Holiday Inn an der Isenburger Schneise, immerhin in Stadionnähe, aber schon noch ein paar Meter zu laufen von den Tribünen aus. Dass es in Frankfurt direkt am Haupteingang zum Waldstadion ein Hotel gibt, erfährt man bei Google eher beiläufig. Kein Wunder, in dem Haus hat seit 2001 niemand mehr gewohnt.

Das Gebäude an der Mörfelder Landstraße strahlt bestenfalls den Charme des Heruntergekommenen aus. Die vielen Jahre des Leerstands sind ihm anzusehen. Dabei war das Haus, das 1925 gemeinsam mit dem nebenan gelegenen Stadionbad erbaut wurde, einst ein beliebter Treffpunkt in Frankfurt. Wer etwas auf sich hielt, ging sonntags in das Restaurant des Hotels. So war das zumindest bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Danach stand die Nutzung als Übernachtungsstätte im Vordergrund. Die Zimmer einfach, die Preise günstig – das zeichnete das Haus aus.

Und das soll es auch bald wieder auszeichnen. Das Gebäude werde „revitalisiert“, wie sich Sportdezernent Markus Frank (CDU) im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau ausdrückte. Am Rande der Aufsichtsratssitzung, in der Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt den Zuschlag für die Tennisanlage erhielt, wurde bekannt, dass es Investoren für das Haus gibt. Den Zuschlag werden laut Frank zwei Interessenten erhalten, die eng mit der Lufthansa in Verbindung stehen.

Denn insbesondere Fluggesellschaften sollen das Hotel nutzen. Nicht für ihre Gäste. Dafür wird es nicht luxuriös genug sein. Vor allem Flugbegleiter und womöglich auch Kapitäne sollen dort wohnen – wenn sie als Stand-By-Dienst eingeteilt sind. Dann nämlich müssen die Mitarbeiter der Fluggesellschaften innerhalb von maximal 45 Minuten an den Flughafen gelangen. „Viele wohnen aber nicht in der Nähe und sind deshalb für eine günstige Unterkunft am Flughafen dankbar“, sagt Markus Frank.

Gemeinschaftsduschen statt eigener Bäder

Rund anderthalb Millionen Euro müssten die Investoren in die Sanierung des Gebäudes stecken, glaubt Frank: „Die Bausubstanz ist in Ordnung.“ Die etwa 30 Zimmer müssten aber neu möbliert werden. Wobei die Räume „aus einer anderen Zeit stammen“, so der Sportdezernent. Sie seien klein, und eigene Badezimmer werde es wohl auch in Zukunft nicht geben – dafür aber Gemeinschaftsduschen.

Bedenken, das Hotel könne bei Veranstaltungen im Stadion nicht nutzbar sein, hat Frank nicht. Derzeit stehen auf den Zufahrten oft jede Menge Zuschauer, die auf Einlass warten. „Aber dafür wird sich eine Lösung finden“, sagt der Sportdezernent.

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