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Die drei vom Vorstand: Victor von Stechow, Michael Steinmark und Christopher Wischnath (von links). 

Sachsenhausen

Neuer Club belebt Lerchesberg in Sachsenhausen

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Tennisfreunde beziehen die Sportanlage am Nobelring. Stadt renoviert für 400 000 Euro Gelände und Vereinsheim.

Am Lerchesberg soll bald wieder Tennis gespielt werden. Vertreter der Stadt und des neu gegründeten Vereins „Tennisfreunde Lerchesberg“ trafen sich am Donnerstag im Römer, um einen Mietvertrag für das Gelände am Nobelring zu unterschreiben.

Ab Frühjahr soll über die sieben Tennisfelder, die an die Kleingartenanlage „Rosisten 3“ angrenzen, wieder der gelbe Filzball fliegen. Für rund 400 000 Euro wird die Stadt das Vereinsgelände sanieren. Das Dach, die Fassade und die Innenräume des Vereinshauses, einer „einstöckigen Holzbarracke“, müssten erneuert werden, sagt Sportdezernent Markus Frank (CDU). Die sieben Sandplätze sollen von Unkraut befreit und umgestaltet werden. Künftig sollen es vier Sand- und drei Hartplätze, sogenannte „Rebound Ace“-Felder, sein.

Das rund 10 000 Quadratmeter große Gelände hat die Stadt der Commerzbank abgekauft. Den Preis wollten die Verantwortlichen nicht nennen. Jan Schneider (CDU), der Dezernent für Bau und Immobilien, sprach lediglich von einem „attraktiven Preis“. Die Commerzbank hatte das Gelände, auf dem seit 55 Jahren Tennis gespielt wird, schon länger nicht mehr genutzt. Vier bis fünf Jahre habe das Areal brach gelegen, berichtete Victor von Stechow, Vorsitzender der im März gegründeten Tennisfreunde Lerchesberg. „Ich bin in der Ecke aufgewachsen und kenne die Anlage mein ganzes Leben lang.“

In seiner Jugend habe er auf dem Platz, der damals noch der Dresdner Bank gehört habe, ab und zu spielen dürfen, sagte der 39-Jährige. Auch der zweite Vorsitzende Michael Steinmark, sowie Kassenwart Christopher Wischnath wohnen in der Nachbarschaft.

Das Areal habe er „allen Tennisvereinen und Schulen“ gezeigt, sagte Sportdezernent Frank. Den Zuschlag hätten die Tennisfreunde deshalb bekommen, weil sie Anwohner seien und einen „schlüssigen Business-Plan“ vorgelegt hätten. Für 7500 Euro will die Stadt das Gelände jährlich an die Tennisfreunde vermieten.

Da die Vereinsgründer im Viertel lebten, könnten Probleme mit der Nachbarschaft, etwa wegen Ruhestörung, einfacher geklärt werden, sagte Frank. „Die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass sich die Tennisanlage mit den Nachbarn entwickelt.“

Sieben Mitglieder hat der Verein derzeit. „Unsere Freunde und Bekannten warten auf den Startschuss“, sagte von Stechow. 60 bis 70 Familien hätten Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet. „Wir wollen das Sportleben am Berg aktivieren und für Familien und Tennisinteressierte im Frankfurter Süden attraktiv sein“, fügte er hinzu. Ab der Sommersaison hofft er auf die ersten Aufschläge.

Info zur Mitgliedschaft unter E-Mail: info@tennisfreunde-lerchesberg.de

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