1. Startseite
  2. Frankfurt

Neuer Blickfang an der Frankfurter Hauptwache

Erstellt: Aktualisiert:

Von: George Grodensky

Kommentare

Der Neubau wird ein Stückchen höher als die alte Sportarena.
Der Neubau wird ein Stückchen höher als die alte Sportarena. © SIGNA Real Estate

Aus der Sportarena wird ein Bürobau mit Steinfassade. Das Gebäude schließt in der Höhe an die Bauten Richtung Kaiserstraße an. Zur Katharinenkirche hin weichen die oberen Etagen einen Schritt zurück.

Die Katharinenkirche an der Hauptwache bekommt neue Nachbarn. Signa Real Estate reißt das Geschäftsgebäude gegenüber, an der Hauptwache 1, ab, wo früher einmal die Sportarena zu finden war. Entkernt hat die Abrissfirma bereits, der Abbruch beginnt im Mai/Juni. Bis Ende 2024 soll der Neubau stehen.

Der bekommt nicht nur eine „markante Fassadengestaltung“, wie Signa mitteilt, sondern wird auch höher als das Bestandsgebäude und schließt so auf zu den Bauten in Richtung Kaiserstraße. Damit dies die Katharinenkirche nicht zu sehr bedrängt, lässt Architekt Caspar Schmitz-Morkramer die fünfte und sechste Etage zur Kirche hin einen Schritt zurückweichen. „Mit seinem sanften Twist schafft er das subtile, aber markante Charakteristikum des Baus.“ Das greife zugleich die Idee der Integration von Unterschieden auf, „die programmatisch so wichtig für die Zukunft der Innenstädte ist“, erklärt Schmitz-Morkramer. Das Gebäude wird nach KfW-Effizienzhausstandard 55 errichtet, bekommt eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach und Fernwärmeanschluss. Die Tiefgarage bietet 20 Stellplätze für Autos sowie 120 für Fahrräder.

Gastro und Läden im Erdgeschoss

Der Mietermix ändert sich. Statt Einzelhandelsflächen in Keller, Erdgeschoss und erstem Stock, sind 2300 Quadratmeter im Erdgeschoss für Läden und Gastronomie gedacht. Teilbare Ladeneinheiten für „individuelle Retailkonzepte“ sollen dort unterkommen, die Gastro soll helfen, den angrenzenden Friedrich-Stoltze-Platz zu beleben.

Das hält Joachim Stoll vom Einzelhandelsverband Südhessen für den richtigen Weg. „Kellergeschosse waren noch nie einfach zu vermarkten“, sagt er. Und der Trend gehe dahin, Einzelhandel aufs Erdgeschoss zu beschränken. Das Konzept, individuellen Retail mit Gastro zu kombinieren, sei reizvoll und werte die Strecke auch optisch auf. „Die Schaufenster zum Stoltze-Platz waren ja mal verklebt.“

Begrünte Dachterrasse

Die Stockwerke eins bis fünf des Neubaus bieten 7300 Quadratmeter Bürofläche. Die soll sich durch großformatige Fenster und flexibel nutzbare Grundrisse auszeichnen. Als Schmankerl erhalten die Büronutzer Zutritt zur 500 Quadratmeter großen Dachterrasse mit Skylineblick und üppiger Begrünung.

„Das Büro als ein Ort des Miteinanders und der Identifikation mit dem eigenen Unternehmen wird in Zukunft wichtiger sein als je zuvor“, sagt dazu Signa-Vorstand Tobias Sauerbier. „Hier finden Unternehmen für ihre Mitarbeiter Arbeitswelten in bester Lage, die den sozialen Austausch fördern und interaktive Prozesse unterstützen.“

Auch interessant

Kommentare