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Lahmeyerbrücke im Riederwald soll für Fußgänger und Radfahrer erneut werden.
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Lahmeyerbrücke im Riederwald soll für Fußgänger und Radfahrer erneut werden.

Riederwald

Neue Verbindung in den Riederwald

  • Carsten Praeg
    VonCarsten Praeg
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Ab Herbst wird im Frankfurter Osten die marode Lahmeyerbrücke durch einen Neubau für sieben Millionen Euro ersetzt. Die alte Brücke bleibt vorerst parallel nutzbar.

Die Lahmeyerbrücke, die Fußgänger wie Radfahrer aus dem Riederwald über die Gleise der Hafenbahn hinweg auf die Hanauer Landstraße führt, soll ab Herbst neu gebaut werden. Die alte Brücke bleibt parallel vorerst nutzbar. 2020 soll der Bau fertig sein. „Die Rampen sind in einem katastrophalen Zustand, der Holzbodenbelag ist nicht mehr zeitgemäß“, sagte Wolfgang Lehnen vom Straßenbauamt am Montagabend in der Sitzung des Ortsbeirats 11.

Die neue Brücke kostet sieben Millionen Euro, eine Sanierung der ehemaligen Eisenbahnbrücke wäre wohl kostspieliger geworden. Sie soll zwischen fünf und zehn Meter westlich der bisherigen Verbindung entstehen: Rund 160 Meter lang und vier Meter breit. Die Zugangsrampen bleiben an der Iselinstraße und an der Hanauer Landstraße, werden aber barrierefrei umgebaut. Anschließend bleiben für Fußgänger 2,50 Meter Breite, anderthalb Meter für Fahrradfahrer. Die alte, 1907 erbaute Lahmeyerbrücke soll erst abgerissen werden, wenn die neue steht.

Spektakulär dürfte es werden, wenn ein Autokran nachts drei große Brückenelemente anheben soll. In Sachen Baulärm werde man Grenzwerte nicht überschreiten, heißt es aus dem Amt für Straßenbau und Erschließung. In der Ausschreibung werde berücksichtigt, dass die künftige Baufirma schallreduzierende Geräte nutze. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Ausschreibung. „Wir sind im Zeitplan“, versichert Sachgebietsleiter Wolfgang Lehnen. Schließlich sollen im Herbst die ersten Bagger rollen. Einen Vertrag hat man mit dem benachbarten Kleingartenverein Ostend ausgehandelt, „wir werden ein paar Meter eines Gartens nutzen müssen“, erklärt Lehnen. Nach spätestens sechs Wochen werde die Parzelle aber wieder hergestellt. Parallel will die Mainova-Tochter NetzDienste Rhein-Main (NRM) entlang der stillgelegten Hafenbahn neue Leitungsverbindungen schaffen. Ab dem Umspannwerk in der Kruppstraße werden in südlicher Richtung die Gwinnerstraße kreuzend rund 20 Kilometer Hoch- und Mittelspannungsleitungen verlegt, der Bereich um den geplanten Riederwaldtunnel werde vorerst ausgespart. Erste Vorbereitungen beginnen diese Woche: Im alten Bahngleisbett am nördlichen Bahndamm leben unter besonderem Artenschutz stehende Mauereidechsen, die behutsam umgesiedelt werden müssen. „Diese Tiere lieben es, sich auf den heißen Steinen zu sonnen“, berichtet NRM-Projektleiter Oliver Floch. Diese Steine würden nun Experten der Unteren Naturschutzbehörde und des Umweltbeirats  mit Folien abdecken. Dadurch würden die Reptilien von selbst Richtung Süden in Ausweichbiotope ziehen. Nach den Bauarbeiten sollen die Eidechsen wieder in ihrer alten Heimat angesiedelt werden.

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