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Im neuen Jahr wird viel Neues angestoßen, aber manches bleibt auch wie es ist. Zum Glück.

2019 in Frankfurt

Neue Steuer, sinkende Gebühren

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Frankfurt führt 2019 eine Zweitwohnungssteuer ein. Die Abfallgebühr sinkt und die Mieter der Wohnungsgesellschaft Nassauische Heimstätte können sich freuen.

Zweitwohnungssteuer: Wer in Frankfurt eine Zweitwohnung angemeldet hat, muss für diese vom 1. Januar an eine Abgabe von zehn Prozent der ortsüblichen Nettokaltmiete entrichten. Nach Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach hat jetzt auch das Frankfurter Stadtparlament eine Zweitwohnungssteuer beschlossen. Etwa 31 000 Menschen haben in Frankfurt einen Zweitwohnsitz. Da es zahlreiche Ausnahmen gibt, ist aber nicht klar, dass die Erträge die jährlichen Aufwendungen von etwa 700 000 Euro übersteigen werden. Die Stadt hofft, dass möglichst viele Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in Frankfurt haben, sich mit Erstwohnsitz hier anmelden. Denn dann erhält die Stadt höhere Zuweisungen von Land und Bund.

Abfallgebühr: Zum Jahreswechsel sinken die Abfallgebühren in Frankfurt im Schnitt um 5,5 Prozent. Die Grundgebühren bleiben gleich, die Leistungsgebühren aber sinken deutlich. Eine dreiköpfige Familie in einem Eigenheim zahlt für die wöchentliche Leerung einer 80-Liter-Tonne nach einem Rechenbeispiel der Stadt künftig 223,32 Euro im Jahr, knapp zwölf Euro weniger als bisher. Für ein Mehrfamilienhaus mit acht Parteien und 1100-Liter-Tonne sind 2691,24 Euro zu zahlen. Das sind fast 164 weniger als bisher für das Gesamthaus, 20,50 Euro weniger im Jahr pro Haushalt. Dass die Gebühren sinken können, hat mit der gewachsenen Einwohnerzahl zu tun. Die Einnahmen sind gestiegen, die Kosten aber laut Stadt fast gleichgeblieben.

Mietenstopp: Für Mieter der Wohnungsgesellschaft Nassauische Heimstätte, deren Einkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreitet, sind Mieterhöhungen von diesem Jahr an auf höchstens fünf Prozent in fünf Jahren begrenzt. Von diesem Mietenstopp profitieren Haushalte, deren Bruttoeinkommen bei Alleinlebenden 27 700 Euro, bei Zwei-Personen-Haushalten 42 500 Euro im Jahr nicht überschreitet. Bei jeder erwachsenen zusätzlichen Person im Haushalt steigt die Grenze um 9200 Euro, bei jedem Kind um 930 Euro. 

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