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So soll die Schule für sehbehinderte Kinder im Gutleutviertel später einmal aussehen.

Schulen in Frankfurt

Neue Schule für Sehbehinderte in Bau

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Der Landeswohlfahrtsverband Hessen baut im Frankfurter Gutleutviertel eine Schule für sehbehinderte Kinder. Die Einrichtung an der Gutleutstraße soll 2021 eröffnet werden.

Viel ist noch nicht zu erkennen vom Neubau der Hermann-Herzog-Schule an der Gutleutstraße. Das Fundament erstreckt sich über den Boden, einige Arbeiter bauen an den Rändern Gerüste auf. Im Januar 2021, so die Prognose, soll an dieser Stelle der 19,5 Millionen Euro teure Bau fertig sein. Gestern wurde bereits symbolisch der Grundstein für das Gebäude gelegt, das mit Fertigstellung unter die Trägerschaft des Landeswohlfahrtsverbands Hessen (LWV) gestellt wird.

Derzeit ist die Ganztagsschule zur Versorgung sehbehinderter Kinder in Räumen im Frankfurter Dornbusch untergebracht. „Es ist ein sehr kleines Gebäude und uns fehlt Platz“, sagt Schulleiterin Tanja Marquardt. Mit dem Neubau soll dem abgeholfen werden. Auf 4000 Quadratmetern verteilt auf vier Stockwerken würden nicht nur neue Klassenräume, sondern auch eine Mensa, Fach- und Verwaltungsräume entstehen, erklärt Dieter Schütz vom LWV. Derzeit sind die Verwaltungsräume noch in einem Container-Provisorium untergebracht. Mit aktuell 80 Schülern baue man für eine kleine Zahl von Kindern und Jugendlichen, aber, so Schütz, niemand dürfe zurückgelassen und seiner Möglichkeiten beraubt werden. Zudem sollten Schüler und Lehrer gerne zu ihrer neugebauten Schule kommen.

An der Gutleutstraße wird sich der Neubau zukünftig in direkter Nachbarschaft zur Schule am Sommerhoffpark befinden, einer Einrichtung mit dem Förderschwerpunkt Hören und ebenfalls unter der Trägerschaft des LWV. Verbindendes Element sei demnach nicht nur der geplante gemeinsame Schulhof sondern auch die gemeinsame Förderung und Betreuung behinderter Schüler, sagt Marquardt.

Denn neben den 80 Hermann-Herzog-Schülern und rund 190 Sommerhoffpark-Schülern betreuen beide Einrichtungen in Südhessen rund 800 sinnesgeschädigte Kinder und Jugendliche, die wohnortnahe Regelschulen besuchen. Gerade für sie entstünden im Neubau Räume, in denen sie beraten werden, aber auch regelmäßig Workshops stattfinden könnten, sagt Marquardt.

Rund zwei Jahre liegen zwischen dem Antrag auf Baugenehmigung und dem Baubeginn im Oktober 2017. Grund dafür waren die Ammoniaktanks des benachbarten Kraftwerks der Mainova. Die mussten erst eingehaust werden. Der Rohbau des vom Architekturbüro „agn.rhein-main“ geplanten Gebäudes soll bis Anfang Januar fertig sein.

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