Bildung

Neue Schule für den Frankfurter Süden

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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Die neue Grundschule in Niederrad soll nun an einem Interimsstandort entstehen. Und es gibt auch noch mehr Pläne für die Bildungslandschaft im Frankfurter Süden.

Lange schon sucht die Stadt nach einem Grundstück für eine Grundschule in Niederrad. Denn aufgrund der steigenden Zahl an Schülerinnen und Schülern braucht der Stadtteil mehr Grundschulplätze. 17 Areale sind in den vergangenen drei Jahren im Lyoner Viertel geprüft und wieder verworfen worden. Sie waren als Schulstandort nicht geeignet. Auch jetzt gibt es noch keinen Ort, an dem eine Grundschule endgültig gebaut werden könnte. Nun soll aber ein Interimsbau für eine fünfzügige Grundschule im Lyoner Viertel entstehen. So sieht es Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) vor. Der Auftrag sei Anfang des Jahres an das Amt für Bau und Immobilien (ABI) erteilt worden.

Das Gelände liegt jedoch in der Tagschutzzone II, es bestehen daher besondere Anforderungen an den Lärmschutz. Deshalb kommt das Areal auch nicht als endgültiger Standort infrage. Das ABI muss nun unter anderem das Thema Fluglärm mit dem Regierungspräsidium Darmstadt klären. Nach einem endgültigen Standort wird weiterhin gesucht. Doch Weber sieht durch die Corona-Pandemie neue Optionen, da Bewegung in den Büro- und Grundstücksmarkt gekommen sei.

Es tut sich noch mehr in der Bildungslandschaft im Frankfurter Süden. Zum Beispiel bei der KGS Niederrad. Darüber sprach Weber am Freitagabend bei der Veranstaltung „Bildungsdialog im Süden“ in der Carl-Schurz-Schule. Momentan nutzt die KGS Niederrad nicht nur ihren neuen Holzmodulbau am Mainfeld, sondern auch eine Fläche an der Goldsteinstraße. Langfristig soll die kooperative Gesamtschule einen Neubau am ehemaligen Standort der Salzmannschule erhalten. An der Goldsteinstraße kann dann eine weitere Grundschule entstehen. So sollen die bestehenden Grundschulen entlastet werden. Etwa die Friedrich-Fröbel-Schule, die einen Neubau erhalten soll.

Abriss der ehemaligen Salzmannschule

Die ehemalige Salzmannschule soll abgerissen, das Gelände für die KGS Niederrad neu bebaut werden. Weber rechnet damit, dass dort eine eingegrabene Dreifeldsporthalle realisiert werden wird. Der bis dahin neugestaltete Bruchfeldplatz soll als öffentlicher Schulhof genutzt werden.

Ausgelagert werden muss die IGS Süd. Sie soll an den Standorten der ehemaligen Schwanthaler- und Holbeinschule je ein Gebäude erhalten. Die Fassade der Schwanthalerschule soll dabei erhalten bleiben, die Holbeinschule wird abgerissen. Überlegt wird, die IGS Süd in die Containeranlage am Länderweg auszulagern. Dort hat derzeit gerade die Mühlbergschule ihr Übergangsquartier.

In die Neuordnung der Bildungslandschaft im Süden sollen 180 Millionen Euro investiert werden. Für die gesamte Stadt Frankfurt müssten 34 Schulen innerhalb der nächsten drei bis zehn Jahre gebaut werden, sagt Weber. Und wenn das Wohnungsbaupotenzial wie geplant umgesetzt werde, dann seien es 65 Schulen.

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