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Sina Selzers Routen-Vorschlag kostet nur 2000 Euro zusätzlich pro Jahr.
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Sina Selzers Routen-Vorschlag kostet nur 2000 Euro zusätzlich pro Jahr.

Frankfurt-Bergen-Enkheim

Neue Route für die Linie 42

  • VonJakob Blume
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Die Studentin Sina Selzer beschäftigt sich für ihre Bachelor-Arbeit in Geographie mit einem Anliegen des Bergen-Enkheimer Ortsbeirats. Dieser wünscht sich eine neue Route für die Buslinie 42. Sie soll das Neubaugebiet Leuchte besser an die U-Bahn anbinden.

Was Sina Selzer seit einigen Monaten zu lösen versucht, ist beinahe unmöglich. Die 23-jährige Studentin tüftelt für ihrer Bachelor-Arbeit im Fach Geographie an der Goethe-Universität über eine neue Route für die Buslinie 42. Damit soll das Neubaugebiet Leuchte besser an die U-Bahn in Enkheim angebunden wird. „Eine der größten Herausforderungen war, es Kosten und Nutzen der einzelnen Routen abzuwägen“, sagt Selzer. Unterstützung hatte sie vom Ortsbeirat 16, der bereits eine Wunschliste formuliert hatte. Diese sollte die Verkehrsgesellschaft Traffiq aber möglichst wenig kosten.

Der Ortsbeirat hat dabei klare Vorstellungen: Das Neubaugebiet Leuchte soll ohne Umweg über Bergen an die U-Bahn angebunden werden. Auch die Riedschule und die Barbarossastraße sollen besser mit dem Bus erreichbar werden. Dafür soll die Triebstraße entlastet werden, durch die bislang zwei Buslinien führen. Abends wünschen sich die Ortsbeiratsmitglieder kleinere Busse, um die Engstelle am Berger Rathaus zu entlasten. Ein entsprechender Vorschlag, den Michael Steigerwald (SPD) bereits im Ortsbeirat skizziert hatte, würde nach Selzers Traffiq jährlich 125.000 Euro zusätzlich kosten, inklusive der Anschaffung eines neuen Busses.

Preiswerte Lösung

Aber Traffiq stellt klar: 125.000 Euro jährlich sind zu viel Geld. Nun ist es Selzer gelungen, die meisten Wünsche des Ortsbeirates ohne großen finanziellen Aufwand zu berücksichtigen. Statt die gesamte Leuchte abzufahren, biegt der Bus nach Selzers Vorschlag in die Rangebergstraße und fährt über die Riedstraße und den Fritz-Schubert-Ring weiter Richtung Bergen. Die Triebstraße wird nicht mehr angefahren, dafür entstehen in der Barbarossastraße zwei neue Haltestellen. Die Mehrkosten für diesen Vorschlag liegen bei rund 2000 Euro im Jahr. „Das sind sehr moderate Kosten. Außerdem ist eine gute Anbindung des Neubaugebietes von Beginn an politisch gewollt“, sagt Traffiq-Pressesprecher Klaus Linek. Die Chancen, dass Selzers Vorschlag umgesetzt wird, stehen also gut.

„Das ist schon ein gutes Gefühl“, sagt die Studentin. Über eine Jobbörse an der Uni kam sie mit Traffiq in Kontakt. In der Uni hatte sie zuvor Seminare in Verkehrsgeographie belegt. Ihre Mitarbeit an der neuen Route der Linie 42 begann mit einem Praktikum. „Schon damals war ich eng in das Projekt eingebunden“, berichtet sie. Für die Bachelor-Arbeit erhielt sie eine Teilzeit-Stelle.

„Mich hat besonders gereizt, theoretisches Wissen, das ich mir an der Uni angeeignet habe, in der Praxis anzuwenden“, sagt die 23-Jährige. Sollte der Ortsbeirat mit der Lösung zufrieden sein, könnte die neue Route bereits mit dem Fahrplanwechsel 2017 gelten.

Sina Selzer hat in den vergangenen Monaten viel Praxiserfahrung gesammelt: „Jetzt hoffe ich, dass auch die Bürger in Bergen-Enkheim zufrieden sind.“

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