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Ein Schild am Eingang zum Kino ist mit dem Hinweis beschriftet: „Für einen Besuch bei uns benötigen Sie: Impfnachweis, Genesenennachweis + negativer Bürgertest, Booster-Impfung.“
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Ein Schild am Eingang zum Kino weist auf die neuen 2G-Plus-Einlassregeln hin.

Pandemie

Neue Corona-Regeln im Hotspot Frankfurt – Was jetzt wo gilt

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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In Frankfurt gilt seit Samstag (08.01.2022) unter anderem Maskenpflicht auf der Zeil. Die neuen Corona-Regeln sind jedoch noch nicht zu allen durchgedrungen.

Frankfurt – Samstagnachmittag (08.01.2022) in der Frankfurter Innenstadt, es ist der erste Tag, an dem die Hotspot-Regeln des Landes gelten. Auf der Zeil ist noch nicht zu spüren, dass die nun geltenden Corona-Beschränkungen bereits in den Köpfen der Menschen angekommen sind. Noch tragen viele keine Maske, obwohl dies in den Fußgängerzonen vorgeschrieben ist. Viele wissen offenbar noch nicht Bescheid – egal ob Tourist:in oder Einheimische:r.

Diese Erfahrung machen auch zwei Angestellte der Stadtpolizei. Der Mann und die Frau gehen über die Zeil und weisen die Menschen ohne Maske auf die neue Verordnung hin. „Das wusste ich gar nicht“, lautet häufig die Antwort. Noch stehen in den Fußgängerzonen keine Schilder, die auf die wieder geltende Maskenpflicht hinweisen. Das erschwert die Mission der Stadtpolizei zusätzlich.

Frankfurt: Corona-Regeln auf Zeil oft noch unbekannt

Deshalb wirken die beiden ein wenig wie Sisyphus und Don Quichote: Während sie links die Menschen auf die Maske hinweisen, laufen auf der anderen Seite der breiten Einkaufsstraße die Menschen weiterhin ohne herum. Die beiden können eben nicht überall sein. Besonders frech: Ein Mann zieht die Maske erst auf und als er sich außer Sichtweite wähnt, zieht er sie wieder unters Kinn.

Wenige Meter weiter an der Konstablerwache sieht es nicht anders aus. Samstags gibt’s hier den Erzeugermarkt. Doch auch zwischen den Buden laufen Menschen noch ohne Maske herum. Das Alkoholverbot, das nun an belebten Orten und Plätzen in der Stadt gilt, bezieht sich nicht auf die Verzehrbereiche. Wer an den abgegrenzten Tischen steht, kann Ebbelwei, Bier und Wein unbesorgt genießen.

Neue Corona-Regeln in Frankfurt: Geboosterte brauchen keinen Test

Weiter geht es zum Liebfrauenberg und dem westlichen Vorplatz der Kleinmarkthalle. Hier gilt die Maskenpflicht ebenfalls, aber auch hier ist dies noch nicht allen bewusst. Dann fällt der Blick auf zwei Schilder nahe der Kleinmarkthalle: „Maskenpflicht“. Oha, hier hängen die Schilder also schon. Beim genaueren Hinsehen wird aber klar, dass eher vergessen worden ist, die Schilder abzunehmen. Auf einem haben Gegner der Corona-Maßnahmen einen Sticker geklebt, auf dem das Datum 28. Oktober 2020 steht. Durchgestrichen ist die Maske auch – vielleicht ein gute Gelegenheit, das Schild mal zu erneuern.

Im Café Liebfrauenberg ist das Gästeaufkommen am Nachmittag überschaubar. In den Gastronomieeinrichtungen gilt ab sofort 2G-Plus. Gleiches gilt für die Innenräume von Kultur- und Freizeiteinrichtungen, aber auch für den Palmengarten und den Zoo. Marcello Iacino ist der Besitzer des Cafés am Liebfrauenberg. „Wir haben heute Mittag schon weniger zu tun gehabt“, sagt er. Sehr wahrscheinlich aufgrund der neuen Regelung, vermutet er. Gerade die ältere Kundschaft sei jetzt vielleicht wieder verunsichert und verzichte auf den Besuch. Auch mal spontan einen Kaffee zu trinken, sei nun kaum noch möglich, weil auch Geimpfte und Genesene einen Test brauchen. Wer allerdings mit einem Corona-Impfstoff geboostert ist, benötigt keinen Test für den Besuch.

Frankfurt bereits Corona-Hotspot – Neue Regeln drohen weiteren Regionen

Iacino ärgert sich, dass die Politik wieder Entscheidungen zuungunsten der Gastronomie getroffen hat. „Wir waren damals die Ersten, die zumachen mussten, und sind jetzt wieder betroffen.“ Der Cafébesitzer hält die Gastronomie aber nicht für gefährlicher als andere Orte. Schließlich gebe es Hygienekonzepte, die auch abgesegnet worden seien. Er glaubt, mit den Maßnahmen solle die Boosterkampagne weiter vorangetrieben werden. „Natürlich macht man sich als Gastronom nun Sorgen, wie es weitergeht.“

Neben Frankfurt sind auch Darmstadt und Wiesbaden Corona-Hotspots. In Offenbach greifen ab Montag die „Hotspotregelungen“. Dem Hochtaunuskreis, dem Landkreis Offenbach und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg droht ebenfalls der Hotspotstatus. Dort stiegen die Inzidenzen am Wochenende über 350. (Steven Micksch)

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