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Hier könnte ein Kindertheater seinen Platz finden: das Zoo-Gesellschaftshaus.
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Hier könnte ein Kindertheater seinen Platz finden: das Zoo-Gesellschaftshaus.

Gesellschaftshaus in Frankfurt

Neue Kultur im Palast am Zoo

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Der Magistrat in Frankfurt arbeitet an einem Konzept für das Gesellschaftshaus mit Kindertheater und Biergarten.

Für ein herausragendes Gebäude wie das Zoo-Gesellschaftshaus lassen sich ja die erstaunlichsten Verwendungen denken. Und so hat sich die Hamburger Beratungsfirma für Freizeitwirtschaft (FWI) auch einiges einfallen lassen: Hotel, Kochschule, Wellness, Präventivmedizin, sogar ein „Room-Escape-Game“ zieht das Unternehmen in Erwägung. Dabei muss eine Gruppe von Menschen gemeinsam Lösungen entwickeln, um sich aus dem geschlossenen Raum zu befreien.

Ob es dazu kommt, ist fraglich. Gemeinsam haben die Vorschläge aber eins, folgert die FWI in ihrem Gutachten: All diese Verwendungszwecke wären „wirtschaftlicher als die bloße Fortführung des bisherigen Zustandes“.

So etwas schwante dem Magistrat; deshalb beauftragte er die Hamburger ja mit der Marktanalyse fürs marode Gesellschaftshaus. Ergebnis auf 173 Seiten, just in dieser Woche dem Parlament zur Kenntnis gegeben: „Die Identität des Gebäudes als offenes Haus muss unbedingt gewahrt bleiben und gestärkt werden. Alle Funktionen sollen entweder einen eindeutigen Zoo-Bezug oder einen Kulturbezug haben.“

Wesentliche Punkte dabei: Gastronomie und Theater. Im Koalitionsvertrag ist ein Kinder- und Jugendtheater vereinbart; das Gesellschaftshaus gilt als idealer Standort. „Die Dezernentin würde das begrüßen“, sagt Antje Runge, Sprecherin von Kulturstadträtin Ina Hartwig (SPD). Und was die Gastronomie angeht, ärgert sich Zoodirektor Manfred Niekisch seit Jahren darüber, dass „der schönste Biergarten der Stadt“ jeden Abend geschlossen wird, weil er im Zoo liegt. Ein Konzept für das neue Gesellschaftshaus müsste dafür ebenso eine Lösung enthalten wie für die Frage, welche Art Gastronomie überhaupt an der Stelle sinnvoll ist. Die FWI empfiehlt, mit einem Partner „ein auf den Standort maßgeschneidertes Angebot“ zu entwickeln.

„Deutschlandweit einzigartig“

Was soll noch hinein ins Gesellschaftshaus der Zukunft, wofür soll es stehen? 1875, als es für 870 000 Goldmark erbaut wurde, hatte es den größten Saal Frankfurts und eine prachtvolle Terrasse mit 96 Kandelabern. Ein kultureller Höhepunkt der Stadt. Das könnte es zumindest ansatzweise wieder werden, beteuert der Magistrat: Die Kombination aus Zooverwaltung, Rémond- und Kindertheater, Gastronomie und Ausstellungshaus, vielleicht mit Platz für eine weitere Tieranlage, etwa ein Aquarium – diese Kombination biete die Chance, einen Ort der Kultur zu entwickeln, „mit der deutschlandweit fast einzigartigen und familienfreundlichen Verbindung von Zoo und Theater“.

Das könnte aber noch dauern. Die Planungskosten – knapp zwei Millionen Euro – werden von Jahr zu Jahr im Etat weitergeschoben. Was fehlt, ist ein Grundsatzbeschluss. „Daran arbeiten wir“, sagt Antje Runge. Was das Ganze kosten wird, sei überhaupt noch nicht abzusehen. Die einst errechnete Summe für eine reine Sanierung von 28 Millionen Euro werde bei weitem nicht ausreichen.

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