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Frankfurt soll grüner und der Stadtwald größer werden.
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Frankfurt soll grüner und der Stadtwald größer werden.

Koalitionsvertrag

Neue Koalition in Frankfurt: Alles fürs Klima im Römer

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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Die neue Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt will in regenerative Energien investieren und Frankfurt grüner machen. Sie gibt auch ein Versprechen ab.

Der Kampf gegen den Klimawandel steht für die neue Koalition ganz oben. Das gemeinsame Ziel des Bündnisses ist: Bis 2035 soll Frankfurt klimaneutral sein. Alle Entscheidungen sollen darauf abzielen, wenn es ums Bauen, Wohnen und Wirtschaften geht. „Von der Straße bis zur Hochhausfassade soll vom Grün her geplant werden“, sagte Bastian Bergerhoff, Kreisvorsitzender der Frankfurter Grünen, am Freitagmorgen bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags. Eine Klimaneutralität bis 2035 zu erlangen, sei aber „eine riesige Herausforderung“.

Der „Masterplan 100 % Klimaschutz“ hatte noch 2050 als Ziel für Klimaneutralität vorgesehen. Nun soll 2035 gelten. Bei stadteigenen Aktivitäten soll die Klimaneutralität sogar schon 2030 erlangt werden. Dafür will das neue Bündnis etwa in regenerative Energien investieren. „Es wird einen massiven Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den Dächern geben“, sagte Bergerhoff. Beratungen und Förderprogramme sollen aufgestellt werden. Und Balkonkraftwerke sollen künftig in der Erhaltungssatzung erlaubt sein und bezuschusst werden.

Frankfurt: Koalition im Römer will Wettlauf mit dem Klimawandel gewinnen

Eine ganze Reihe Ziele und Schritte sind im Koalitionsvertrag festgelegt worden, um den Wettlauf mit dem Klimawandel gewinnen zu können. Bauwerke müssen klimagerecht und ressourcenschonend gestaltet, Verkehrsinseln, Lärmschutzwände, Haltestellen und Gleisflächen sollen begrünt werden. Neue Dieselbusse wird in Frankfurt niemand mehr für den öffentlichen Nahverkehr anschaffen. Bis 2030 sollen alle Fahrzeuge CO2-neutral sein.

Und Frankfurt soll grüner werden. Der Grüngürtel soll geschützt und weiterentwickelt werden. Für Projekte im Grüngürtel soll eine gemeinnützige Stiftung gegründet und mit 150 000 Euro ausgestattet werden. Neue Parks sollen entstehen, die nicht nur der Naherholung, sondern auch dem Arten- und Klimaschutz dienen.

Grünflächen werden daher Wildblumenwiesen, Insektenhäuser und Gewässer erhalten. Überhaupt sollen alle Parks mehr Tier- und Plfanzenarten einen Lebensraum bieten.

Wunsch der Koalition im Römer: Der Stadtwald in Frankfurt soll wachsen

Auch der Stadtwald soll wachsen; dafür müssen Flächen gekauft und aufgeforstet werden. Die Klimaschäden im Wald will die Koalition beseitigen und einen klimastabilen Wald aufbauen. Für all das soll mehr Forstpersonal eingestellt werden. Und die vier Fraktionen geben im Vertrag auch ein Versprechen ab: Von jeder Frankfurter Wohnung soll ein Park, ein begrünter Platz, eine Wiese oder ein Wald künftig maximal 500 Meter entfernt sein.

ParteiSitze im RömerDezernate (geplant)
Grüne235
SPD163
FDP72
Volt41

Die Verbrennung von Steinkohle im Heizkraftwerk West soll wie in der Klimaallianz vereinbart bis Mitte des Jahrzehnts beendet werden. Technische Alternativen würden geprüft, um komplett aus der Nutzung fossiler Brennstoffe auszusteigen.

Der bereits beschlossene Klimaschutzfonds soll ausgeweitet werden. Der zur Berechnung zugrunde gelegte CO2-Preis von derzeit 50 Euro pro Tonne soll „dynamisiert“ werden und deutlich über dem bundesweiten CO2-Preis liegen. Als neuer Einstiegspreis werden 75 Euro pro Tonne angesetzt.

Frankfurt: Umweltdezernat übernimmt hauptamtlich Klimaschutz

Dass Klimaschutz künftig ein höheres Gewicht haben wird, spiegelt sich auch darin wider, dass das Umweltdezernat erweitert wird: Es wird zum Dezernat für Umwelt und Klimaschutz. Das Energiereferat soll ausgebaut werden und die Schritte zur Energiewende und zur Umsetzung der Klimaallianz steuern.

Jährlich will die Koalition über die erreichten Ziele berichten. Sollte die Stadt hinter den Vorgaben zurückbleiben, hat sich das neue Bündnis vorgenommen, den Kurs schnell zu korrigieren.

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