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Neue Baumarten für die Stadt

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Von: Levin Horst

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Was neu gepflanzt wird, soll die Hitze und die Trockenheit besser aushalten können.

Eine Hitzewelle nach der anderen. Der Baumbestand leidet enorm unter den Klimaveränderungen und der damit verbundenen Trockenheit. Der Rückgang der Niederschläge macht den Pflanzen ebenfalls zu schaffen. Mit ihrem Geoportal sorgt die Stadt Frankfurt für mehr Bewusstsein: die digitale Stadtkarte integriert die städtische Baumliste.

Im Stadtgebiet gibt es laut den Angaben des Stadtportals 191 089 Bäume. Davon sind in den letzten drei Jahren 1465 Bäume aufgrund von Hitze und Trockenheit gestorben und mussten gefällt werden. Eine fatale Entwicklung, zumal Bäume einen großen Teil des Ökosystems einer Stadt ausmachen. Ein Rückgang der Bäume führt zu einer zusätzlichen Überhitzung, schlechterer Luftqualität und ausbleibender Kühlung der Umgebung.

Doch welche Bäume können den Klimaveränderungen standhalten? Das fragte sich das Grünflächenamt, das bereits im Jahr 2012 eine sogenannte „Baumliste“ erstellt hat. Diese Liste umfasse eine gesonderte Auswahl an sogenannten Klima-Bäumen, die Hitze, Trockenheit oder Platzmangel standhalten können. Sie basiert auf der Grundlage einer Straßenbaumliste des Fördervereins „Gartenamtsleiterkonferenz“. In diesem Jahr erfolgte eine Erweiterung: Der Baumliste wurden 54 neue Klimabäume, wie zum Beispiel die Gleditschie oder der Seidenbaum hinzugefügt. Insgesamt umfasst die neue Baumliste nun 178 Arten.

Die nun überarbeitete Liste ist ein Teil der interaktiven Stadtkarte, die es bereits seit zwei Jahren auf dem Geoportal gibt. Sie zeigt die Bäume in einem „Baumkataster“ an. Das ist ein Instrument, nach dem entschieden werden kann, welche Baumarten sich für die Verwendung im Straßenraum oder in einer Grünanlage eignen. Diese Karte sei eine „vereinfachte Präsentation von Datenbeständen, die es bisher nur in Listen gab“, betont Thomas Huhmann, Abteilungsleiter für Geodaten- und IT-Infrastruktur des Frankfurter Stadtvermessungsamtes.

Die Karte wird vom Stadtvermessungsamt selbst als „Karte des Monats“ bezeichnet. Es veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Karten zu verschiedenen Themen in Frankfurt.

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